Weihnachten, damals im DDR-Fernsehen

Weihnachten, damals im DDR-Fernsehen, Symbolfoto: Archiv G781 Weihnachten in der DDR, Neue Skischuhe, 1950er
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Wer von uns denkt nicht gerne zurück, gerade an Weihnachten. Und wem fallen da nicht gerne die Düfte, Lichter und natürlich die schönen wie vielleicht nicht so passenden Weihnachtsgeschenke ein. Auf dieser Seite wollen wir all jenen eine spezielle Freude bereiten, die das Weihnachtsfest, ob z.B. als Kind, Jugendlicher oder als Eltern in der DDR erlebt haben und sich mit Vergnügen und Begeisterung an diese schönen Momente erinnern möchten.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Weihnachtsfest in der DDR geprägt war vom vorweihnachtlichen Stress. Lange vorher, meist schon ab Sommer, musste nach passenden Geschenken Ausschau gehalten werden. Aber auch so manche Zutaten für einen richtig tollen Festtagsschmaus und einen üppigen bunten Teller waren leider Mangelware.

Um so schöner war es aber dann, wenn an Heiligabend sich alle über die Geschenke freuten, Weihnachtsgans oder -karpfen sehr gut mundeten und man sich nun den durchaus tollen Sendungen des DDR-Fernsehens widmen konnte.

Wir haben keine Mühe gescheut, für Euch die besten Weihnachtsklassiker des Fernsehens der DDR heraus zu suchen.

Vom richtigen Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bis zur legendären Show „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ ist so einiges dabei, mit dem Ihr Euch die Weihnachtsfeiertage so richtig gemütlich machen könnt und Euch auch an ein schönes Fest zu DDR-Zeiten erinnern könnt, mal ein etwas anderes Fernsehprogramm zu den Festtagen.

Zunächst hier aber eine sehr interessante Doku über das letzte Weihnachten 1989 in der DDR.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Erstausstrahlung: 1973)

Zu diesem romantischen wie lustigen Weihnachtsmärchen muss wohl nicht viel gesagt werden. Noch heute begeistert sowohl in der Vorweihnachtszeit als auch an den Festtagen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel “ jung und alt. Und wenn man nicht genug hat, kann man sich die tschechisch-deutsche Co-Produktion gleich fast zwanzig mal in dieser Zeit auf allen öffentlich-rechtlichen Sendern der ARD anschauen:

Hier die Sendetermine für dieses Weihnachten.

Zu Besuch im Märchenland, Pittiplatsch beim Pfefferkuchenkönig (24.12.1988)

Seit 1955 waren Meister Nadelöhr, später „Fabian“, und Pittiplatsch, Schnatterinchen und Co. feste Garanten auch für einen tollen Heiligabend-Nachmittag im DDR-Fernsehen für alle Kleinen. Passend zum Weihnachtsfest hier Pitti’s abenteuerlicher Besuch beim „Pfefferkuchenkönig“ 1988:

Weihnachten in Familie (Erstausstrahlung: 24.12.1985)

Hinter die Kulissen des Weihnachtsfestes bei Familie Lacasa/Schöbel konnte man seit 1985 schauen.

Wir sahen, wie liebe- und stimmungsvoll sich die Töchter Dominique und Odette sowie Frank Schöbel und Aurora Lacasa auf das Fest vorbereiten und es verbringen.

Leider können wir Euch kein kostenloses Video bieten, daher an dieser Stelle nur die Audioversion:

Die Weihnachtsgans Auguste (Erstausstrahlung: 24.12.1988)

Bei Familie Löwenhaupt soll zu den Festtagen eine Weihnachtsgans auf den Tisch. Doch Vater Ludwig ahnt nicht, dass seine 3 Kinder das Tier, das den Namen „Gustje“ erhält, lieb gewinnen und nicht verspeisen wollen. Letztendlich hat natürlich dieses Weihnachtsmärchen ein Happy End und „Gustje“ darf fortan sechstes Familienmitglied sein. „Die Weihnachtsgans Auguste“ ist ein sehr gelungener Film des DDR-Fernsehens, der noch heute seinen Stammplatz im TV gerade an Weihnachten hat und Groß und Klein verzaubert.

Zwischen Frühstück und Gänsebraten (25.12.1988)

Seit 1957 begeisterten Margot Ebert und Heinz Quermann Ost und West mit einer bunten Weihnachtssendung, immer traditionell am 1. Weihnachtstag ab 11 Uhr im 1. Programm des DDR-Fernsehens, um so die Zeit bis zum „Gänsebraten“ zu verkürzen. Und immer in der letzten halben Stunde kam von Beiden das Signal, nun die Kartoffeln aufzusetzen. 🙂

Väterchen Frost – Abenteuer im Zauberwald (Erstausstrahlung: Dezember 1967)

Natürlich durften zu den Festtagen russische Märchenfilme im DDR-Fernsehen nicht fehlen , der wohl bekannteste und schönste ist „Väterchen Frost – Abenteuer im Zauberwald“ aus dem Jahre 1965.

2 Jahre nach seinem Start in den DDR-Kinos im Dezember 1965 kam er dann auch in das DDR-Fernsehen.

In zu Weihnachten passender malerischer Kulisse der russischen Winterlandschaft müssen Iwan und Natja erst den Kampf gegen Nastja’s böser Stiefmutter und der Hexe Baba Jaga gewinnen, bis sie zueinander finden.

Aber da ist noch Väterchen Frost, der letztendlich die Beiden auf ihrem Weg zur Liebe unterstützt.

„Väterchen Frost – Abenteuer im Zauberwald“ beeindruckt nicht nur durch seine spannende Inszenierung, sondern auch durch für damalige Verhältnisse einfachen wie brillanten Kulissen und Requisiten.

Rapunzel oder der Zauber der Tränen (Erstausstrahlung: Weihnachten 1988)

Die wohl letzte Märchenproduktion des DDR-Fernsehens war „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ aus dem Jahr 1988. Im Gegensatz zu vielen bis in die 70er produzierten DDR-Märchenfilme kommt dieser Film moderner daher, weicht er doch vom Ursprungsmärchen in einigen Dingen ab und erzählt sie auf eine andere Art und Weise. Der Film besticht durch seine herrlichen Naturaufnahmen und darüber hinaus durch sehr viele natürliche Kulissen und Requisiten.