“Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR” am 28.04.2026 im MDR

"Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR" am 28.04.2026 im MDR
Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-53169-0011 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

28.04.2026,

MDR, 22.10: Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR, Doku, 2021

“Die DDR Mitte der 1950er-Jahre. Es gilt die Sechs-Tage-Woche. Die junge Republik braucht Arbeitskräfte. Auch Frauen sollen beim Aufbau des sozialistischen Staates helfen. Doch wohin mit den vielen Säuglingen und Kleinkindern, wenn die Mütter bereits sechs Wochen nach der Geburt wieder zur Arbeit gehen müssen? Die rettende Idee scheint einfach und effizient zugleich: Die Wochenkrippe wird aus der Taufe gehoben. Jeder kann jetzt sein Kind am Montag früh in einer solchen Einrichtung abgeben und am Samstag wieder mitnehmen. Damit gehen nicht nur Väter normal zur Arbeit, auch Mütter können durch die staatliche Kinderbetreuung voll am Erwerbsleben teilnehmen, das Studium beenden und Karrierechancen ergreifen. Eine sehr sozialistische und auch sehr emanzipierte Idee.

Mindestens 100.000 Kinder waren zwischen 1950 und dem Ende der DDR in den Wochenkrippen untergebracht. Und nicht nur in der DDR, auch in anderen sozialistischen Staaten wie in der Tschechoslowakei glaubte man an die kollektive Dauerbetreuung der Kleinsten. Doch schon früh ließen erste Forschungen Zweifel aufkommen. Von Hospitalismuserscheinungen und Entwicklungsstörungen alarmiert, brach man in anderen sozialistischen Staaten das Betreuungsmodell wieder ab. In der DDR dagegen wurde es bis in die achtziger Jahre hinein immer weiter perfektioniert…” (mdr.de)

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