“Dein unbekannter Bruder” am 05.05.2026 im MDR

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05.05.2026,

MDR, 22.55: Dein unbekannter Bruder, Drama, 1982

“Nach der Entlassung aus dem Konzentrationslager kämpft der Filmvorführer Arnold Clasen 1935 weiter in der Hamburger Widerstandsbewegung. Sein neuer Verbindungsmann heißt Walter. Arnold bewundert Walter wegen seiner Selbstsicherheit und seiner Fähigkeit, unerschrocken illegale Arbeit zu leisten, Plakate zu kleben und Flugblätter zu verteilen. Gerade seine Waghalsigkeit lässt aber auch Zweifel aufkommen, ob man ihm trauen kann. Dies macht die illegale Arbeit zu einem zermürbenden Kraftakt. Hamburg 1935. Der Antifaschist Arnold Clasen (Uwe Kockisch) kommt aus der KZ-Haft zurück und schließt sich erneut einer Widerstandsgruppe an. Da er überwacht wird, lebt er unauffällig, meidet den Kontakt mit den Genossen. Nachmittags und abends geht er seiner Arbeit als Filmvorführer in den Orion-Lichtspielen nach. Manchmal trifft er sich mit Renate (Jenny Gröllmann), die er liebt. Sie stammt aus einer gutbürgerlichen Familie, teilt aber seine politische Haltung. Die Isolation macht ihm zu schaffen, er sucht die Freundschaft zu seinem Kontaktmann Walter (Michael Gwisdek). Er möchte jemandem vertrauen, doch das Misstrauen ist groß. Zu der Gefahr von außen kommt der Verrat in den eigenen Reihen. Es gibt Verhaftungen in der Gruppe, Arnold schöpft Verdacht, dass Walter der Verräter ist … Das Drama beruht auf dem gleichnamigen Roman von Willi Bredel. Die Handlung wurde jedoch in einigen Aspekten verändert. War im Buch der Verräter ein in die Widerstandsgruppe eingeschleuster Nazi, so ist er im Film ein Mann aus den eigenen Reihen. Mit seiner distanzierten Bildsprache und modernen Erzählweise brach Regisseur Ulrich Weiß mit der traditionellen, heroischen Darstellung des antifaschistischen Widerstands in der DDR. Das brachte ihm herbe Kritik der DDR-Oberen ein. “Dein unbekannter Bruder” war 1982 zu den Internationalen Filmfestspielen in Cannes eingeladen worden, durfte aber nicht gezeigt werden, erhielt eine Exportsperre und wurde nach kurzer Zeit aus den Kinos genommen. Der 2025 von der DEFA-Stiftung digital restaurierte Film war seit fast 30 Jahren nicht mehr im TV zu sehen und läuft zum ersten Mal im MDR-Fernsehen.” (prisma.de)

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“Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten” am 05.05.2026 im ARTE

Bildquelle: Von photographer: Christoph Rückert aka Dstern - thank you! - Photo taken in Cologne-Ehrenfeld in en:2004. Originally from en.wikipedia; description page is/was here.taken from German wikipedia., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1845002

05.05.2026,

ARTE, 22.45: Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten, Doku, 2023

” Die sogenannten Edelweißpiraten waren eine ursprünglich unpolitische Jugendbewegung, die gegen das Nazi-Regime Widerstand leistete. Der Gruppe gehörten Mädchen und Jungen an, die zumeist aus der Arbeiterklasse stammten. Gegen Kriegsende radikalisierte sich ein Teil von ihnen: Sie verbreiteten regimefeindliche Parolen und verübten Anschläge auf NS-Einrichtungen und -Funktionäre. Zentrum des Widerstandes war das Kölner Arbeiterviertel Ehrenfeld. Die Gruppe lebte versteckt in den Kellern der ausgebombten Häuser. Dort hatten die Jugendlichen Lebensmittel- und Waffenlager eingerichtet und geflüchteten Juden, Deserteuren und Zwangsarbeitern Unterschlupf gewährt. Nach der Ermordung eines NSDAP-Ortsgruppenleiters Ende Oktober 1944 setzte die Gestapo ein Sonderkommando ein, um die von ihnen so bezeichnete “Ehrenfelder Terrorgruppe” zu verfolgen und an den Galgen zu bringen. Die Autoren Georg Wellmann und Ingolf Gritschneder haben Dokumente, Fotos, Interviews und persönliche Erinnerungen zusammengetragen und schildern fast 80 Jahre nach Kriegsende ein nun vollständiges Bild der Ereignisse. Zu Wort kommen neben Zeitzeuginnen auch der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum und die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld. (Senderinfo) “(tvspielfilm.de)

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“Die NS-Justiz: Recht des Unrechts” am 05.05.2026 im ARTE

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 102-16037 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5481357

05.05.2026,

ARTE, 20.15: Die NS-Justiz: Recht des Unrechts, Doku, 2023

“Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen der Nationalsozialisten. Als erbitterte Gegner des herkömmlichen römischen Rechts, der Philosophie der Aufklärung und der von der Französischen Revolution getragenen Werte wollten die Nationalsozialisten ihre Vorstellungen von der Rolle der Justiz um jeden Preis durchsetzen. So wurde die Etablierung einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege zur vorrangigen Aufgabe, bildete sie doch die Grundlage der “neuen Welt”, die das Tausendjährige Reich hervorbringen sollte. Die Gleichschaltung der Justiz begann zunächst in Deutschland und hatte die Errichtung einer durch Blut- und Rassegesetze bestimmten Gesellschaft zum Ziel. Zur atmosphärischen Kulisse von Fritz Langs Film “M”, der in einer deutschen Großstadt spielt und 1931 in die Kinos kam, erzählt die Dokumentation die Geschichte dieser radikalen Umformung der Justiz. An vier Einzelschicksalen werden Triebkräfte und ideologische Hintergründe dieses Bruchs erforscht. Wie gelang es Hitler und seinen Gefolgsleuten, die Rechtsordnung derart auszuhöhlen und durch die schrittweise Unterwerfung des gesamten Justizapparates die Vorherrschaft der “Volksgemeinschaft” über den Einzelnen durchzusetzen? Neben dem Werdegang des bayrischen Scharfrichters Johann Reichhart, der weit über 3.000 Todesurteile vollstreckte (darunter auch das der Geschwister Scholl), schildert die Dokumentation das Schicksal der Gerichtsreferendarin und Widerstandskämpferin Elisabeth Gloeden, des hochrangigen NS-Juristen und Polizeichefs Werner Best und des Rechtsanwalts und Nazi-Gegners Hans Litten. In der zwölf Jahre währenden NS-Ära (1933 bis 1945) verhängten Hitlers Gerichte etwa 16.000 Todesurteile. 30.000 weitere wurden von Militärgerichten ausgesprochen. Dieser Justizterror diente zunächst der Ausschaltung und Vernichtung des inneren Feindes und kündigte gleichzeitig die kommenden Eroberungskriege und den Schrecken des Holocaust an. Die Zerstörung von Recht und Justiz endete erst 1946 mit den Nürnberger Prozessen und der Einführung neuer internationaler Regeln.” (prisma.de)

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“Vom Paradies in die Hölle” am 05.05.2026 im MDR

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05.05.2026,

MDR, 22.00: Vom Paradies in die Hölle, Doku, 2026

“Ein afro-karibischer Seemann wurde 1944 ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Jahrzehnte nach dem Krieg vertraute Lionel Romney seine Erinnerungen seiner Tochter Mary an. Ihre Reise von der Karibik über Italien bis nach Österreich bildet den Rahmen des Dokudramas. Lionel, 1912 in Santo Domingo geboren und auf Sint Maarten aufgewachsen, heuert als junger Mann auf einem Frachtschiff an, um die Welt zu sehen. Doch seine Sehnsucht nach Freiheit wird zur tragischen Odyssee: Sein Schiff gerät in die Wirren des Zweiten Weltkriegs, wird beschossen und sinkt. Die Besatzung überlebt, doch Lionel landet in italienischer Gefangenschaft und wird nach Jahren in Lagern schließlich ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Dort übersteht er elf Monate, bis amerikanische Truppen das Lager befreien. Die Dokumentation rückt ein verdrängtes Kapitel europäischer Geschichte in den Fokus: die Lebensrealität von People of Color im Nationalsozialismus. Diese war geprägt von kolonialen Kontinuitäten, Rassismus, Zwangsarbeit und politischer Willkür. Lionel Romney steht stellvertretend für viele, die zu Propagandazwecken missbraucht wurden oder der Verfolgung ausgesetzt waren. Expertinnen und Experten wie Clarence Lusane, Katharina Oguntoye, Walter Sauer und Serge Bilé erweitern die historische Perspektive. Archivmaterial und künstlerische Reenactments verweben sich zu einer dichten visuellen Erzählung.” (prisma.de)

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