“Alte Nazis und Neue Rechte” am 10.11.2026 im ARTE

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10.11.2026,

ARTE, 21.55: Alte Nazis und Neue Rechte, Doku, 2025

“Knapp 25 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft steht die Demokratie in Westeuropa vor einer Bewährungsprobe. In der Bundesrepublik wächst die Sorge vor einem Wiedererstarken der extremen Rechten, während in Frankreich Intellektuelle Strategien für ein neues rechtsnationales Denken entwickeln. Wie konnten rechtsextreme Bewegungen so rasch wieder Einfluss gewinnen? Während im Jahr 1968 Studierende für mehr gesellschaftliche Liberalisierung auf die Straße gehen, mobilisieren auch alte und neue Rechte ihre Kräfte. Die von vielen ehemaligen NSDAP-Mitgliedern geprägte NPD zieht in Westdeutschland in sieben von zehn Landtagen ein. An ihrer Spitze steht Adolf von Thadden. Obwohl er dem radikalen Parteiflügel angehört, gibt sich die Partei zunächst bürgerlich. Doch ihr Auftreten erinnert zunehmend an die NSDAP. Viele befürchten, die NPD könnte 1969 sogar in den Bundestag einziehen. Auch ausländische Geheimdienste beobachten die Partei mit Sorge. Die Dokumentation folgt Spuren möglicher Spionageoperationen gegen die Rechtspartei. Parallel entsteht in Frankreich mit der Nouvelle Droite eine neue rechtsintellektuelle Strömung. Anders als die NPD setzt sie nicht auf Wahlerfolge, sondern auf langfristigen Einfluss in Medien und öffentlichen Debatten. Ihre Vordenker übernehmen dabei Strategien der linken Protestbewegungen. Die Dokumentation beleuchtet, wie sich diesseits und jenseits des Rheins neue rechte Bewegungen formierten, welche Rolle Politiker, Geheimdienste und Intellektuelle dabei spielten und wie demokratische Institutionen und die Zivilgesellschaft in Deutschland und Frankreich dieser Herausforderung letztlich standhalten konnten.” (prisma.de)

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“Das letzte Geheimnis von Bautzen II” am 10.11.2026 im MDR

Bildquelle: Von Gsbz - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40330816

10.11.2026,

MDR, 21.20: Das letzte Geheimnis von Bautzen II, Doku, 2014

“Der Stasi-Knast von Bautzen. Die Höchststrafe für Spione, Fluchthelfer und so genannte Staatsfeinde. Das Hochsicherheitsgefängnis war berüchtigt für sein hartes Regime. Und für die ständige Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit. Der Film erzählt die Geschichte von drei Menschen, die in Bautzen II gesessen haben. Dieter Hötger (heute 76) hatte 1962 versucht, seine Familie durch einen Tunnel unter der Berliner Mauer in den Westen der Stadt zu holen. Der Plan wurde verraten, sein Freund starb, er selbst wurde lebensgefährlich verletzt. Dieter Hötger überlebte und wurde zu acht Jahren Haft verurteilt, wegen “staatsgefährdender Gewaltakte und Abwerbung von DDR-Bürgern”, wie es in seinem Urteil hieß. Berühmt wurde Dieter Hötger durch den einzigen geglückten Ausbruch aus Bautzen II im Jahr 1967. Diese Flucht löste eine der größten Polizeiaktionen in der Geschichte der DDR aus. Im Film erzählt Dieter Hötger erstmals vor einer Kamera, wie er aus seiner Zelle fliehen konnte. Und er lüftet das Geheimnis, auf welchen Wegen er zu Fuß die DDR verlassen wollte. Aus Liebe wurde die Westberlinerin Sigrid Grünewald (heute 69) zur Fluchthelferin. Sie wollte ihren Verlobten aus Thüringen über die deutsch-deutsche Grenze bringen. Die Flucht über die Transitstrecke missglückte, das Auto ging kaputt. Frau Grünewald bekam fünfeinhalb Jahre Bautzen aufgebrummt. Bautzen II war das einzige Gefängnis der DDR, in dem sowohl Männer als auch Frauen untergebracht waren. “Die Westfrauen waren fürchterlich untereinander”, erinnert sich Sigrid Grünewald. Sie und ihr Verlobter wurden freigekauft und heirateten später in Westberlin. Nicht aus Liebe, sondern aus politischer Überzeugung wurde Manfred Matthies (heute 73) zum Fluchthelfer. Über 80 Menschen half der Westberliner beim Verlassen der DDR: durch Tunnel, mit präparierten Autos, mit Hilfe falscher Papiere. Geld hat er, anders als viele andere, damit nicht verdient. 1972 wurde er festgenommen und zu 13 Jahren Bautzen verurteilt. “Die Isolation war das schlimmste für mich”, sagt er heute. Ihn hat die Haftstrafe in Bautzen krank gemacht, die Folgen spürt er noch immer.” (prisma.de)

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“Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche” am 10.11.2026 im ARTE

Bildquelle: Von Autor/-in unbekannt - https://historycollection.co/5-nazi-war-criminals-attempted-escape-justice-south-america/5/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75041976

10.11.2026,

ARTE, 20.15: Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche, Doku, 2026

“Die erste Folge der Dokumentation “Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche” zeichnet den Fluchtweg des NS-Kriegsverbrechers Walther Rauff nach – von den Schlachtfeldern Osteuropas bis nach Lateinamerika. Rauff, eine Schlüsselfigur des NS-Terrors, war auch für Massenmorde verantwortlich und entzog sich nach 1945 systematisch der Strafverfolgung. 1942 entwickelte Rauff eine besonders perfide Mordmethode: Gaswagen, die als mobile Tötungsmaschinen in den besetzten Gebieten eingesetzt wurden. Als die Erschießungen für die Soldaten “zu belastend” wurden, sollte Rauff eine “effizientere” Lösung finden. Später wurde er nach Tunesien versetzt, wo er die Deportation der nordafrikanischen Juden plante – ein Vorhaben, das nur durch die Niederlage der Wehrmacht verhindert wurde. In Norditalien leitete Rauff als Gestapo-Chef brutale Operationen gegen Partisanen und die jüdische Bevölkerung. Doch als die Niederlage nahte, wechselte er die Seiten: Über Kontakte zur katholischen Kirche, darunter Bischof Alois Hudal, sicherte er sich Fluchthilfe. US-Geheimdienste, darunter der spätere CIA-Chef Allen Dulles, zeigten wenig Interesse an seiner Festnahme – im beginnenden Kalten Krieg galten ehemalige Nazis plötzlich als nützliche Verbündete gegen die Sowjetunion und den Kommunismus. Rauff floh aus einem Internierungslager in Rimini, tauchte in Rom unter und organisierte von dort die Flucht weiterer NS-Täter in den Nahen Osten. 1948 wurde er persönlicher Berater des syrischen Diktators Husni az-Za’im. Selbst der israelische Geheimdienst kontaktierte ihn, um Informationen über die syrische Armee zu erhalten.” (prisma.de)

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“Der große Stasi-Leak: Helden oder Verräter?” am 10.11.2026 im MDR

Bildquelle: KI-generiert

10.11.2026,

MDR, 20.15: Der große Stasi-Leak: Helden oder Verräter?, Doku, 2025

“1992 sorgt eine anonym erstellte Liste mit den Klar- und Decknamen von 4.500 mutmaßlichen Inoffiziellen Mitarbeitern der Stasi in Halle für einen der größten Datenskandale im wiedervereinigten Deutschland. Doch wer sie erstellt und veröffentlicht hat, bleibt mehr als drei Jahrzehnte ein Geheimnis. In “Der große Stasi-Leak – Helden oder Verräter?” treten die Urheber der Liste erstmals vor die Kamera und erzählen von geschmuggelten Mikrofilmen, konspirativen Aktionen und einer Tat, die Freundschaften, Biografien und die Öffentlichkeit erschüttert. Die Dokumentation rekonstruiert einen beispiellosen Akt zivilen Ungehorsams und stellt die bis heute aktuelle Frage: Wie weit darf man für die Wahrheit und seine Überzeugungen gehen?” (prisma.de)

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