“Geheimnisvolle Orte” am 02.09.2026 im RBB

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-E1202-0019-001 / Koard, Peter / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5433073

02.09.2026,

RBB, 20.15: Geheimnisvolle Orte, Der Berliner Fernsehturm, Doku, 2025

“Der Fernsehturm ist das Wahrzeichen Berlins – der Höhepunkt der Skyline, von überall zu sehen. Mit seinen 368 Metern ist er nicht nur das höchste Bauwerk Deutschlands, sondern auch ein Symbol für den Wandel der Stadt. Als der Fernsehturm am 3. Oktober 1969 – nach nur 4 Jahren Planungs- und Bauzeit – eröffnet wird, repräsentiert den sozialistischen Osten, den Fortschritt, den Aufbruch. Mit seiner Eröffnung wird auch das Farbfernsehen in der DDR eingeführt. Das ist ursprünglich auch der Grund seines Baus: eine Anlage zum Senden des DDR-Fernsehens. Doch schon seine Planung ist eine Geschichte von Kompetenzwirrwarr und politischer Spannungen. So sollte der Fernsehturm ursprünglich gar nicht in der Mitte Berlins stehen. Zunächst wird eine Anlage in den Müggelbergen geplant und zum Flughindernis. Nach dem Mauerbau wird der Fernsehturm zum Prestigeprojekt einer neuen, sozialistischen Mitte Berlins. Dabei ist er im Grunde ein Schwarzbau und ein Millionengrab. Das Gelände, auf dem der Fernsehturm steht, war einst eines der vier historischen Stadtteile Berlins. Für seinen Bau werden die Reste davon vernichtet. Nur die Marienkirche und das Panoramahaus bleiben erhalten. Doch der Fernsehturm ist auch eine Erfolgsgeschichte. In Rekordzeit erbaut, die Stahlkugel ein optisches und technisches Highlight mit 360 Grad Blick. Von Anfang an ist er ein Besuchermagnet und Verkaufsschlager in den Souvenirläden. In den 1980ern ist er Treffpunkt der Breakdancer und Skateboardfahrer. Aber auch heimlicher Ausguck der Stasi. Noch heute ist er der höchste Arbeitsplatz Deutschlands – sein drehbares Restaurant wird von Sternekoch Tim Raue geleitet. Neben historischen Aufnahmen, Zeitzeugenberichten und Experteninterviews blickt der Film von Peter Scholl hinter die Kulissen des Turms, unbekannte Orte in seinem Inneren und zeigt atemberaubende Aufnahmen aus schwindelerregender Höhe.” (prisma.de)

mehr TV

“Geheimnisvolle Orte” am 02.09.2026 im RBB

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 102-13435 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

02.09.2026,

RBB, 20.15: Geheimnisvolle Orte, Der Berliner Funkturm, Doku, 2024

“Bei seiner Einweihung am 3. September 1926 ist der Funkturm Symbol für eine neue Ära: Den Beginn des Massenmediums Radio und die moderne Metropole Berlin. Mit 138 Metern Höhe ist er damals eines der höchsten Gebäude Deutschlands – erbaut in nur zwei Jahren aus 400 Tonnen Stahl. Der schlanke Turm ist nicht nur Sendemast, sondern auch attraktives Ausflugsziel mit Restaurant, Aussichtsplattform und einem Fahrstuhl, der die Besucher:innen in nur 1,2 Metern pro Sekunde in die Höhe befördert. Am Fuße des Funkturms hält Albert Einstein 1930 zur 7. Großen Deutschen Funkausstellung seine berühmte Rede, in der er das Radio als Werkzeug der Demokratie und der Völkerverständigung beschwört. Nur drei Jahre später ist Einstein im Exil und Joseph Goebbels spricht unter dem Funkturm. Die Nationalsozialisten nutzen den Rundfunk als wichtigstes “Massenbeeinflussungsmittel”. Den Funkturm stilisieren sie zum Symbol des technischen Fortschritts, präsentieren zu seinen Füßen auf den Funkausstellungen neue (Propaganda-) Instrumente wie den Volksempfänger – und die ersten Fernsehgeräte. Doch als Funk-Antenne für den Sender Witzleben dient der Berliner Funkturm nur wenige Jahre. Zu schwach ist seine Sendeleistung. Bei einem Großbrand im Jahr 1935 werden seine Sendeanlagen endgültig zerstört. Wenig bekannt ist, dass der Turm bereits ab 1929 testweise Fernsehsignale abstrahlte – eine Technik, die dann durch die Nationalsozialisten versuchsweise für militärische Zwecke eingesetzt werden sollte. Am Ende des Zweiten Weltkriegs steht der Funkturm für kurze Zeit auf drei, statt auf vier Beinen. Eine Granate hatte eine seiner Hauptstreben getroffen. Doch das Stahl-Konstrukt erweist sich als erstaunlich stabil – der Turm kann repariert werden. Im Kalten Krieg wird der Funkturm das Wahrzeichen Westberlins, wahrgenommen als “Leuchtturm der Freiheit”. Als der fast doppelt so hohe und über die Mauer hinweg sichtbare Ostberliner Fernsehturm 1969 eröffnet, stellt er den Funkturm ein wenig in den Schatten. Seit dem Mauerfall muss sich der Westberliner Funkturm ein neues Image suchen. Exklusiv berichten die Schwestern Gesa und Ulrike Ufer, beide Hörfunkredakteurinnen, von ihrem Großvater, der während der Zeit des Nationalsozialismus als Rundfunk-Intendant tätig war. Historiker Daniel Schönpflug, Bauhistoriker Nikolas Bernau wie auch Medienhistoriker Kai Knörr sind bis heute fasziniert von der Symbolkraft des Turms, mit dem viele Berlinerinnen und Berliner eine emotionale Verbindung pflegen. Bis heute hat der elegante Turm nicht an Strahlkraft und Attraktivität verloren. Regisseurin Grit Lederer erzählt die Geschichte des Funkturms mit historischem Archivmaterial wie neuen spektakulären Aufnahmen in ungewöhnlichen Perspektiven.” (prisma.de)

mehr TV

“Vor 100 Jahren aus Berlin in die Welt” am 02.09.2026 im PHOENIX

Bildquelle: Willem van de Poll, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

02.09.2026,

PHOENIX, 20.15: Vor 100 Jahren aus Berlin in die Welt, Doku, 2025

“Vor einhundert Jahren, zwischen den Weltkriegen, werden Fernreisen en vogue. Sie sind nun ein gesellschaftliches Ereignis, keine Expedition mehr, wie noch in den Jahren zuvor. Ein neues Gefühl ist geboren – das Fernweh. Mit bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen von Reisenden aus den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts – Fotografien von Bordfotografen und den Aufzeichnungen von Reiseschriftstellern, zeichnet die zweiteilige Dokumentation eine Reise um den Globus nach. Wie war Reisen damals, als der Tourismus in den Kinderschuhen steckte? Mit allen Gefahren, Unwägbarkeiten, aber auch der Ruhe und Gelassenheit damals.” (prisma.de)

mehr TV