“Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt” am 07.07.2026 im RBB

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-1986-0424-304 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

07.07.2026,

RBB, 20.15: Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt, Doku, 2023

“Die 1970er sind ein Jahrzehnt im Aufbruch, zwischen Fortschrittsglauben und Tradition, Freizügigkeit und Prüderie. In Berlin wandelt sich die Euphorie und die revolutionäre Stimmung der Sechziger in einen bunten, hedonistischen Zustand. Hippies inspirieren mit ihren Gewändern die Maximode. Die Trimm-Dich-Bewegung löst eine Fitnesswelle aus. Ein neuer Stadtteil namens Marzahn entsteht. Spanien wird zum Urlaubsziel Nummer eins. Das Jahr der Frau will mit alten Klischees aufräumen. In Ost-Berlin wird der Palast der Republik eröffnet. Schrille Farben, seichte Sounds, die Discowelle lockt Teenager in die Tanzschulen. Punk kommt nach Berlin und artikuliert ein neues Lebensgefühl. Und: Ein bisschen Woodstock in Ostberlin – die sozialistische Jugend bei den Weltfestspielen. Die DDR gewinnt gegen die BRD 1:0, aber West-Deutschland wird 1974 Fußballweltmeister. David Bowie singt “Heroes”. Kein anderer Song über die Mauer ist so pathetisch wie dieser und kein anderer Song über die geteilte Stadt wird so legendär. Die Politik beschreitet in diesem Jahrzehnt neue Wege: Wandel durch Annäherung – auch in Ost- und Westberlin. Am Horizont eine neue Krise: Wettrüsten. Und Berlin mittendrin. Die geteilte Stadt Berlin ist immer beides: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten. All das ist festgehalten, Tag für Tag – in unzähligen Sendungen des Senders Freies Berlin (SFB) und des DDR-Fernsehens, jeweils unterschiedlich politisch gefärbt und kommentiert. Der Film zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin in den 1970er Jahren.” (prisma.de)

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“Als Rügen Urlaubsinsel wurde” am 07.07.2026 im MDR

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-11693-0002 / Barbarino / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

07.07.2026,

MDR, 22.10: Als Rügen Urlaubsinsel wurde, Doku, 2013

“Rügen – kilometerlange weiße Sandstrände, glanzvolle Bäderarchitektur, die Seebrücke von Sellin. Millionen Übernachtungen werden hier jährlich gebucht. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg ist Rügen nicht die Insel der Urlauber: Jeder zweite Bewohner ist ein Flüchtling. Trotzdem spricht man 1946 offiziell von “der ersten Nachkriegssaison an der Ostseeküste. Der FDGB schafft hier heiß begehrte Urlaubsplätze für die Werktätigen der DDR. Rügen – kilometerlange weiße Sandstrände, glanzvolle Bäderarchitektur, die Seebrücke von Sellin. Sechs Millionen Übernachtungen werden hier pro Jahr gebucht. Deutschlands größte Insel hat Karibik-Flair. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg ist Rügen nicht die Insel der Urlauber. Jeder zweite Bewohner ist ein Flüchtling. Rügen ist “Umschlagplatz” für Vertriebene. Mondäne Hotels und reetgedeckte Pensionen werden zu Notunterkünften für die Menschen. Trotzdem spricht man 1946 offiziell von “der ersten Nachkriegssaison an der Ostseeküste”. Sieben Jahre später beginnt “die planmäßige Entwicklung des Feriendienstes der Gewerkschaft beim Aufbau des Sozialismus”. Mit der so genannten “Aktion Rose” werden 1953 private Hotel- und Pensionsbesitzer und Geschäftsleute enteignet und verhaftet. Aus Privatbesitz wird Volkseigentum. FDGB-Urlauber ziehen ein. Das Kurhaus Binz allerdings hat einen Sonderstatus. Wie es damals auf Rügen war, darüber berichten die Menschen, die hinter den Tresen und Essenausgaben standen. Sie erzählen von zentraler Einweisung, von Essen in drei Durchgängen, davon, wie Mangelwirtschaft mittels Fantasie kaschiert wurde. “Auch wenn das Bier dünn und das Eis wässrig ist, es ist doch Urlaub an der Ostsee!” (NDR)” (prisma.de)

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