“Geheimnisvolle Orte” am 12.08.2026 im RBB

Bildquelle: Dirk Ingo Franke, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

12.08.2026,

RBB, 20.45: Geheimnisvolle Orte, Die Bernauer Straße – Brennpunkt Berliner Mauer , Doku 2019

“Die Bernauer Straße – hier verlief nach dem Kriegsende 1945 die Sektorengrenze zwischen dem sowjetischen und dem französischen Sektor. Nicht mitten auf der Straße war die Grenzlinie, sie ging entlang der Häuserfassaden, die im Osten standen. Schicksalhaft für die Straße und Ihre Bewohner, denn alle Häuser auf der DDR-Seite gehörten mit dem Mauerbau zum Grenzgebiet. Wenige Tage nach dem 13. August wurden die Haustüren verschlossen, bald darauf die Fenster vermauert. Die Menschen, die hier ihr zu Hause hatten, mussten ihre Wohnungen verlassen, wurden zwangsgeräumt. In der Bernauer Straße waren die ersten Todesopfer der Mauer zu beklagen. Gräber eines Friedhofs, die dem Ausbau des Grenzstreifens im Wege waren, wurden umgebettet. Die Häuserfassaden dienten erst als vorderste Sperrmauer des Todesstreifens, bis sie ganz abgerissen wurden. Freies Sicht- und Schussfeld sollte geschaffen werden. Die ganze Seite einer Straße ein Niemandsland. Häuser- und menschenlos. Die Bilder von flüchtenden Grenzpolizisten, von den Fenstersprüngen, von den Tunnelfluchten oder der gesprengten Versöhnungskirche machten die Straße in der ganzen Welt bekannt. Heute ist ein großer Teil des ehemaligen Todesstreifens eingebunden in das Gedenkstättenareal Berliner Mauer. Weit über eine Million Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr zur Bernauer Straße. Eine Landschaft der Erinnerung, ein Pompeij der jüngsten Zeitgeschichte. Die Bernauer Straße – eine filmische Archäologie und Rekonstruktion. Exklusives Archivmaterial, ergreifende Geschichten von Zeitzeugen, von Flüchtlingen, Tunnelbauern und Anwohnern. Eine historische Spurensuche auf, mit und nach einem geheimnisvollen Ort, an dem sich die Geschichte der Berliner Mauer bis ins Heute fokussiert wie nirgends sonst. Exemplarisch, dramatisch, beispiellos. Eine Koproduktion zwischen dem rbb und astfilm, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, in Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer und dem Landesarchiv Berlin.” (prisma.de)

mehr TV

“Deutschland ’61 – Countdown zum Mauerbau” am 12.08.2026 im ZDF

Bildquelle: Karl-Ludwig Lange, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

12.08.2026,

ZDF, 23.15: Deutschland ’61 – Countdown zum Mauerbau, Doku, 2018

“Die Mauer zwischen den beiden Deutschlands – fast 30 Jahre lang teilte sie ein Land, trennte Familien und zerstörte Biografien. Menschen starben, weil sie diese Mauer überwinden wollten. Ihre Befürworter verteidigten sie als “antifaschistischen Schutzwall”, als Bollwerk gegen den Kapitalismus. Ihre Gegner wurden über Nacht überrascht und konnten die Mauer nicht verhindern, ohne einen Weltenbrand zu riskieren. 1961 war es ebenso unvorstellbar, dass ein politisches System sein Volk einsperren würde, wie es 28 Jahre später ausgeschlossen schien, dass diese Mauer friedlich fallen könnte. Sowohl ihrem geheim geplanten Bau als auch ihrem plötzlichen Fall gingen Ereignisse voraus, die einem unglaublichen Countdown gleichen, einem Wettlauf. Einem Countdown, an dessen Ende ein historischer Moment stand, der die Welt veränderte.” (prisma.de)

mehr TV

“Riefenstahl” am 12.08.2026 im NDR

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 146-2004-0019 / Burmeister, Oswald / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

12.08.2026,

NDR, 23.40: Riefenstahl, Doku, 2024

“Leni Riefenstahl war im Nationalsozialismus gefeierte Filmemacherin und Symbolfigur für die Verstrickung von Kunst und Propaganda. Riefenstahls Werke wie “Triumph des Willens” und “Olympia” gelten als Meilensteine der Filmgeschichte. Ihre ikonografischen Bildwelten stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen – und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, die Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – und damit auch ihre Botschaft? In seinem Dokumentarfilm geht Andres Veiel dieser Frage anhand bislang unveröffentlichter Dokumente aus ihrem Nachlass nach: private Filmaufnahmen, Tonbandmitschnitte, Briefe und Fotografien zeichnen ein neues, vielschichtiges Bild. 700 Kisten sichteten das Team um Regisseur Veiel und Produzentin Sandra Maischberger. Dabei wurde deutlich: Die strikte Leugnung, die Wechselwirkung ihrer Kunst mit dem Terror des Regimes nach dem Krieg anzuerkennen, entpuppt sich als mehr als nur eine abgewehrte Schuld. In persönlichen Dokumenten trauert Riefenstahl ihren “gemordeten Idealen” nach. Damit steht sie für viele, die in Briefen und aufgenommenen Telefonaten ihres Nachlasses von einer “ordnenden Hand” träumen, die endlich mit dem “Scheißstaat” aufräumt. Produzentin Sandra Maischberger betont: “Leni Riefenstahls 100-jährige Lebens- und Wirkungsgeschichte ist ein Schlüssel zum Verständnis der Mechanismen von Manipulation, wie sie uns gerade wieder begegnen. Unser Film ist nicht nur eine Reise in die deutsche Vergangenheit, sondern bietet mit jedem weiteren Tag einen beunruhigenden Blick auf unsere Gegenwart und wird hoffentlich zur Warnung vor einer möglichen Zukunft. Seit der Premiere beim Filmfest in Venedig hat “Riefenstahl” eine unglaubliche und sehr erfolgreiche Reise um die Welt angetreten. Die Resonanz war überall groß und hat in jedem Land ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte für intensive Debatten geboten.”” (prisma.de)

mehr TV