“Riefenstahl” am 17.06.2026 im BR

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 146-2004-0019 / Burmeister, Oswald / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

17.06.2026,

BR, 22.45: Riefenstahl, Doku, 2024

“Leni Riefenstahl – gefeierte Filmemacherin und Symbolfigur für die Verstrickung von Kunst und Propaganda im Nationalsozialismus. “Riefenstahl”: Andres Veiels international gefeierter Dokumentarfilm über eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Riefenstahls Werke wie “Triumph des Willens” und “Olympia” gelten als Meilensteine der Filmgeschichte. Ihre ikonografischen Bildwelten stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen – und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, die Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – und damit auch ihre Botschaft? In seinem Dokumentarfilm geht Andres Veiel dieser Frage anhand bislang unveröffentlichter Dokumente aus ihrem Nachlass nach: Private Filmaufnahmen, Tonbandmitschnitte, Briefe und Fotografien zeichnen ein neues, vielschichtiges Bild. 700 Kisten sichtete das Team um Regisseur Veiel und Produzentin Sandra Maischberger. Dabei wurde deutlich: Die strikte Leugnung, die Wechselwirkung ihrer Kunst mit dem Terror des Regimes nach dem Krieg anzuerkennen, entpuppt sich als mehr als nur eine abgewehrte Schuld. In persönlichen Dokumenten trauert Riefenstahl ihren “gemordeten Idealen” nach. Damit steht sie für viele, die in Briefen und aufgenommenen Telefonaten ihres Nachlasses von einer “ordnenden Hand” träumen, die endlich mit dem “Scheißstaat” aufräumt. Produzentin Sandra Maischberger betont: “Leni Riefenstahls hundertjährige Lebens- und Wirkungsgeschichte ist ein Schlüssel zum Verständnis der Mechanismen von Manipulation, wie sie uns gerade wieder begegnen. Unser Film ist nicht nur eine Reise in die deutsche Vergangenheit, sondern bietet mit jedem weiteren Tag einen beunruhigenden Blick auf unsere Gegenwart und wird hoffentlich zur Warnung vor einer möglichen Zukunft. Seit der Premiere beim Filmfest in Venedig hat “Riefenstahl” eine unglaubliche und sehr erfolgreiche Reise um die Welt angetreten. Die Resonanz war überall groß und hat in jedem Land ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte für intensive Debatten geboten.” “Riefenstahl” feierte 2024 auf den Filmfestspielen in Venedig Premiere und wurde anschließend auf mehr als 40 internationalen Filmfestivals gezeigt. Er wurde u.a. bei den European Film Awards in den Kategorien “Europäischer Dokumentarfilm” und “Europäischer Film” und beim Deutschen Filmpreis als “Bester Dokumentarfilm” nominiert. Er gewann den Premio CINEMA & ARTS Award / Venice International Film Festival (“Best Picture”), den Gilde-Filmpreis (“Bester Dokumentarfilm”) sowie den Spotlight Documentary Award (Winner “Gold Award”). “Riefenstahl” ist eine Produktion von Vincent Productions, mit der Produzentin Sandra Maischberger, in Koproduktion mit WDR, SWR, NDR, BR und rbb.” (prisma.de)

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“Moskau 1941 – Stimmen am Abgrund” am 17.06.2026 im RBB

Bildquelle: Von RIA Novosti archive, image #604273 / Arkadyi Shaikhet / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16791338

17.06.2026,

RBB, 22.15: Moskau 1941 – Stimmen am Abgrund, Doku, 2021

“Der Film erzählt aus einer Perspektive, aus der das epochale Drama noch nie gesehen wurde: Ein Chor von Stimmen aus Moskau, offizielle wie private Äußerungen festgehalten in Briefen, Verlautbarungen, vor allem aber Tagebuchaufzeichnungen. In ihnen spiegelt sich das Moskauer Alltagsleben in den letzten Monaten des Friedens und in den ersten Monaten des Krieges. Erlebnisse, Gefühle, Stimmungen, Hoffnungen und Erwartungen, Sorgen, Ängste und Befürchtungen. Private Notizen und Briefe wurden in der Sowjetunion oft von ihren Verfassern oder von Familienangehörigen vernichtet. Aus Angst vor Durchsuchungen, Verhaftungen, Beschlagnahme oder Diebstahl. Wer schrieb, machte sich verdächtig. Umso wertvoller sind die wenigen Tagebücher, die bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben sind. Erstaunliche historische und psychologische Zeugnisse. Eine Fülle an Beobachtungen, Gedanken und Reflexionen, oft von hoher erzählerischer Qualität. Wie sah es in Moskau aus, als in Berlin die Vorbereitungen für das Unternehmen Barbarossa auf Hochtouren liefen? Wie nahm die Stadt die Nachricht vom deutschen Überfall am 22. Juni 1941 auf? Und die Tage danach – mit den feindlichen Bombenangriffen und diffusen Berichten von der Front? Und wie ging es zu in der sowjetischen Metropole an jenem 16. Oktober 1941, als die Lage an der Front aussichtslos schien und es hieß: “Rette sich, wer kann”? Bis endlich am 7. November 1941 Stalin mit einer Durchhalterede vor das Volk trat. Die sowjetische Gegenoffensive begann einen Monat später. Eine Produktion von Schmidt & Paetzel Fernsehfilme im Auftrag von rbb und NDR in Zusammenarbeit mit ARTE.” (prisma.de)

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