“Als der Reichstag brannte” am 30.06.2026 im ARTE

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-R99859 / UnknownUnknown / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

30.06.2026,

ARTE, 20.15: Als der Reichstag brannte, Doku, 2022

“Im Jahr 1928 steht Deutschland am Rande eines Bürgerkriegs. Kommunisten und Nationalsozialisten liefern sich Kämpfe auf den Straßen und an den Wahlurnen, um die Mehrheit im Reichstag zu erlangen. Wahl um Wahl erobern Adolf Hitler und seine Partei die politische Landschaft, während seine Braunhemden bei politischen Gegnern Angst und Schrecken verbreiten. Am 30. Januar 1933 wird Hitler dank einer wackeligen Koalition mit der nationalkonservativen DNVP Reichskanzler. Kurz darauf sorgt das Gerücht eines bevorstehenden Staatsstreichs für zusätzliche Verunsicherung. Am 27. Februar 1933 werden mit dem Brand des Reichstagsgebäudes alle Befürchtungen wahr. In dem brennenden Gebäude wird ein Mann aufgegriffen: der 24-jährige arbeitslose Niederländer Marinus van der Lubbe, der als Kommunist gilt – in den Augen der Nationalsozialisten ein Bilderbuchtäter. Der Vorwand ist gefunden, über Nacht Tausende Oppositionelle zu verhaften und in den ersten nationalsozialistischen Konzentrationslagern zu internieren. Darunter befinden sich auch drei bulgarische “Agitatoren” und der Fraktionsvorsitzende der Kommunisten im Reichstag, die zu Komplizen des jungen Niederländers erklärt werden. Binnen weniger Wochen wird Deutschland zur Diktatur: Der Kanzler erhält die volle Macht, während seine Milizen auf den Straßen im Namen der Partei Terror verbreiten. Außerhalb Deutschlands organisiert sich Widerstand: Die Kommunisten beschuldigen ihrerseits Goebbels, Göring beziehungsweise die SA, den Brand gelegt zu haben. Die Nationalsozialisten reagieren mit einem Schauprozess gegen die mutmaßlichen Reichstagsbrandstifter. Drei Monate lang werden alle Verhandlungen aufgezeichnet. Mehr als 200 Zeugen und Sachverständige treten unter strenger Kontrolle der Propaganda in den Zeugenstand. Die Schuld von Marinus van der Lubbe scheint außer Zweifel zu stehen …” (prisma.de)

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“Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt” am 30.06.2026 im ARTE

Bildquelle: National Digital Archives, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

30.06.2026,

ARTE, 21.45: Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt, Doku, 2022

“Als das Jahr 1933 beginnt, ist Berlin eine der modernsten Städte der Welt. Eine pulsierende Metropole, in der sich die Gegensätze aneinander reiben. Zwölf Monate später ist von den Widersprüchen und der Vitalität nichts geblieben. Die Stadt ist einer Partei und einem “Führer” unterworfen. Berlinerinnen und Berliner jubeln der neuen Macht zu, ziehen sich vor ihr ins Privatleben zurück oder fliehen – wenn sie denn können – bevor sie in den Kerkern verschwinden. Stadt und Menschen erleben einen Ritt ins Verderben – für einige Betrachter ein erhoffter Aufbruch oder nur ein kurzer Spuk, für andere das Signal zur Flucht. Die Gesellschaft spaltet sich, der demokratische Staat wird zersetzt. Als Adolf Hitler ohne eigene Mehrheit Reichskanzler wird, treiben er und seine Verbündeten in Politik, Industrie und Bürgertum die Spaltung voran: Neuwahlen werden ausgerufen, Zeitungen verboten, Positionen in Staat und Verwaltung von Parteifreunden besetzt. SA und NSDAP übernehmen den Staat und bringen noch mehr Gewalt in den Alltag. Die zerstrittene Opposition kann der rechten Propaganda nur wenig entgegensetzen. Bei der Neuwahl erlangt die NSDAP die Mehrheit und muss beim Ermächtigungsgesetz nur sozialdemokratische Gegenstimmen zur Kenntnis nehmen. Abgeordnete anderer Fraktionen sind eingeschwenkt, befinden sich in Gefängnissen oder im Exil.” (prisma.de)

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