“Der Fall Barschel” am 21.03.2026 im RBB

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21.03.2026,

RBB, 20.15: Der Fall Barschel, Thriller, 2015

“Nach einem Flugzeugabsturz, den er schwerverletzt überlebt hat, verliert Uwe Barschel im schleswig-holsteinischen Wahlkampf überraschend an Boden. Kurz vor dem Urnengang gerät er zusätzlich unter Druck: Wie ein Nachrichtenmagazin berichtet, soll er seinen beliebten Konkurrenten Björn Engholm bespitzelt und gegen ihn mit Unterstützung des zwielichtigen Medienreferenten Pfeiffer eine Schmutzkampagne gestartet haben. Öffentlich streitet Barschel mit seinem Ehrenwort alles ab, doch die aufstrebenden Reporter David Burger und Olaf Nissen decken eine Lüge auf. Daraufhin muss der Ministerpräsident zurücktreten und bei der Zeitung wird ausgelassen gefeiert. Als Barschel kurz darauf tot in der Badewanne eines Genfer Hotels gefunden wird, nimmt die Affäre eine neue Dimension an: Obwohl die Ermittler von einem Suizid ausgehen, spricht seine Familie von Mord. Wie besessen folgt Burger über Jahre hinweg jeder neuen Spur, die den Fall immer monströser erscheinen lassen: illegale Waffengeschäfte über die DDR, Verbindungen zum U-Boot-Deal mit Südafrika und sogar ein möglicher Zusammenhang mit der Iran-Contra-Affäre. Zu seinem früheren Leben sowie Freunden und Familie geht dabei zunehmend jeglicher Bezug verloren. Stattdessen taucht Burger, der eine Affäre mit der Fotografin Giselle beginnt, immer tiefer in eine Welt von zwielichtigen Informanten ein. Niemandem kann er mehr trauen. Unzählige Spekulationen und Verschwörungstheorien ranken sich bis heute um das dramatische Ende des Kieler Aufsteigers mit Kanzlerambitionen. Regisseur und Grimme-Preisträger Kilian Riedhof inszeniert “Der Fall Barschel” als virtuosen, atemlosen Thriller über einen der größten politischen Skandale der Bundesrepublik, der bis heute ungelöst geblieben ist. Auf dem Filmfest München 2015 wurde “Der Fall Barschel” mit dem Bernd Burgemeister Preis geehrt.” (prisma.de)

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Tod in der Badewanne: das grausige Ende der Barschel-Affäre.

Bildquelle: Uwe Barschel, Wahlplakat 1987, Von CDU - Diese Datei wurde Wikimedia Commons freundlicherweise von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Kooperationsprojektes zur Verfügung gestellt., CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30231150

“…”Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind”. Der Mann wirkt fahrig. Mühsam ringt er nach Fassung, wirkt unendlich angestrengt, sich als Herr der Lage zu präsentieren.
Es ist der 18. September 1987. Uwe Barschel unterstreicht mit seinem persönlichen Ehrenwort und eidesstattlichen Versicherungen, dass die Vorwürfe gegen ihn nicht gerechtfertigt seien.

Mit dem Rücken zur Wand versucht Uwe Barschel mit einer einmaligen Tour de Force ein letztes Mal, die Fassade des rechtschaffenen Politikers zu wahren, die Vorwürfe als Verleumdungen abzutun und das Vertrauen der von ihm beschworenen “Bürgerinnen und Bürger des Landes Schleswig-Holstein zurückzugewinnen.Einen Monat später hat er alles verloren: Ruf, Ehre, Karriere und sein Leben. Uwe Barschel ist tot…”

(planet-wissen.de)

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