Die Guillaume-Affäre und der Rücktritt von Willy Brandt.

info@histomich.de/ März 16, 2021/ Kalter Krieg / Flucht aus DDR, Nachkriegszeit / RAF, Presse

Bildquelle: Guillaume mit Willy Brandt auf einer Wahlkampfreise in Niedersachsen, 1974, Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F042453-0011 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5456504

„… Ich bitte, meine Offiziersehre zu respektieren“, so Günter Guillaume bei seiner Festnahme am 24.4.1974.
Getarnt als DDR-Flüchtling begann 1956 die Guillaume-Affäre und damit der bedeutsamste Spionagefall der deutsch-deutschen Geschichte. Schnell verlief Guillaume’s Karriere in der SPD, die ihn 1970 ins Bundeskanzleramt hievte und im Herbst 1972 zum persönlichen Referenten von Willy Brandt machte.

Doch wie kam es zur Guillaume-Affäre und zu Willy Brandt’s Rücktritt?

Der BND hatte schon sehr rechtzeitig brisante Infos über Guillaume gehabt und warnte bereits 1969 das Kanzleramt vor dessen Einstellung. Es existierten auch bereits entschlüsselte Funksprüche aus dem Jahr 1956, die man bereits Guillaume zuordnen konnte. Ab Frühjahr 1973 waren Genscher und Brandt bereits vom Verfassungsschutz direkt über den Spionageverdacht unterrichtet worden, man entscheid sich aber zu weiterer Observation aus Mangel an Beweisen. Am 24.4.1974 war es dann aber soweit, Guillaume und seine Frau wurden festgenommen. Im Rahmen eines Agentenaustauschs kehrten sie 1981 in die DDR zurück. Kaum eine Information Guillaumes hatte hohen politischen Stellenwert, zumeist ging es um Partei-und Sozialpolitik. Viel brisanter waren die Informationen Guillaumes über Brandts Privat- und Liebesleben, insbesondere über seine „Frauengeschichten“. Am 7.5.1974 trat Willy Brandt als Bundesanzler zurück. Mehr zur Guillaume-Affäre erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

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