Hitler’s Obersalzberg: Die ambivalente Geschichte eines Ortes

info@histomich.de/ April 9, 2021/ NS-Zeit / NS-Regime / Hitler / Widerstand, Presse

Bildquelle: Kehlsteinhaus, Von Wolfgang Manousek aus Dormagen, Germany - Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=377983

Wer auf dem Obersalzberg bei Adolf Hitler Privataudienz bekam, konnte sich sehr geehrt fühlen. Hier wohnte Hitler seit 1936 teilweise längere Zeit, von hier aus erledigte er ein Drittel seiner Regierungsgeschäfte und bereitete auch Krieg und Völkermord vor.

Schon seit 1923 erholte sich Hitler hier regelmäßig, und so kaufte er 1933 das Haus Wachenfeld, das er in „Berghof“ umbenannte. In den Folgejahren baute er das Landhaus zu einem repräsentativem Sitz um, ebenso das gesamte Areal drum herum, auf dem er Häuser für seine Gefolgsleute errichten ließ. Viele Grundstücksbesitzer wurden deswegen enteignet, oft auch unter Zwang und Repressalien. Das gesamte Gebiet wurde schließlich „Führersperrgebiet „. Um vor alliierten Bombenangriffen sicher zu sein, ließ Hitler Luftschutzanlagen im Obersalzberg errichten, ein ausgeklügeltes und weit verzweigtes System an Gängen. In den letzten Kriegstagen wurden fast alle NS-Gebäude zerstört, außer das „Kehlsteinhaus“, das ausschließlich repräsentativen Zwecken diente.

Nach dem Krieg wurde ein Teil der NS-Häuser auf dem Obersalzberg beseitigt, ein anderer Teil der Gebäude diente zur Erholung der US-Armee. Im Rahmen eines „Zweisäulenmodells“ wurden nach 1995 durch den Freistaat Bayern ein Luxushotel und ein Dokumentationszentrum aufgebaut. So konnte man dem touristischen Anspruch als auch im Rahmen einer Ausstellung der bewegenden Geschichte des Ortes gerecht werden. Im Dokuzentrum kann auch ein Teil der Bunkeranlage besichtigt werden.

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