“Petra Kelly – Act Now!” am 03.02.2026 im ARD

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-1982-0912-015 / Rainer Mittelstädt / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5341979

03.02.2026,

ARD, 22.50: Petra Kelly – Act Now!, Doku, 2024

“Sie war die Ikone der deutschen Friedens- und Umweltbewegung: Petra Kelly glaubte daran, dass ein einzelner Mensch die Welt verändern kann. In den 1980-er Jahren brachte sie hunderttausende Menschen gegen Atomkraft und Atomraketen auf die Straße. Die radikale Pazifistin, Menschenrechtsaktivistin und Feministin war eine Ausnahmeerscheinung. Ihr Leben war ein großer Wurf, ihr Ende eine Tragödie. Petra Kelly: Kämpferin gegen Atomkraft, Gründungsmitglied der Grünen, Ikone der Friedensbewegung. Unbeirrbar forderte sie die radikale Transformation der Gesellschaft, eine blockfreie Welt ohne Waffen und den Frieden mit der Natur. Geboren in Deutschland, sozialisiert in den USA engagierte sich Petra Kelly schon während ihrer Studienzeit bei Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und gegen Rassismus. Sie arbeitete im Wahlkampfteam von Robert Kennedy kurz vor dessen Ermordung. Kellys Vorbild war Martin Luther King – seine Philosophie des zivilen Ungehorsams prägte ihr Denken. 1983 zog sie für die Grünen in den Bundestag ein. Wie keine andere verkörperte sie die Vision von einer atomar abgerüsteten Welt. Sie trat mit Joan Baez für den Frieden auf, unterstützte die DDR-Bürgerrechtsbewegung und konfrontierte Erich Honecker mit der Kampagne “Schwerter zu Pflugscharen”. Im Alter von nur 44 Jahren wurde Petra Kelly von ihrem Partner und politischen Wegbegleiter, dem Ex-NATO-General Gert Bastian, im Schlaf erschossen. Das gewaltsame Ende eines gewaltlosen Lebens. Mit noch nie gezeigten Archivbildern und Erinnerungen von engen Freunden und Wegbegleitern zeichnet der Film das Bild einer sensiblen und unbeirrbaren Frau, die sich von niemandem aufhalten ließ. Zu Wort kommen u. a. der Halbbruder John Kelly, die Freundin und US-Friedensaktivistin Cora Weiss, die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer sowie die politischen Weggefährten Lukas Beckmann und Otto Schily. Der Film erzählt von einer charismatischen Politikerin, deren Auftreten und Visionen eine junge Generation inspirieren. “Petra Kelly – Act Now!” wurde 2025 beim Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. “Petra Kelly – Act Now!” ist eine Produktion der Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, dem Bayerischen Rundfunk und Radio Bremen in Zusammenarbeit mit ARTE. Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem FilmFernsehFonds Bayern, dem Deutschen Filmförderfonds und dem Medienboard Berlin-Brandenburg. Regie führte Doris Metz, die auch das Drehbuch schrieb, Produzentin ist Birgit Schulz.” (prisma.de)

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“Verräterkinder” am 03.02.2026 im HR

Bildquelle: Von Alter Fritz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22033850

03.02.2026,

HR, 22.30: Verräterkinder, Doku, 2014

“Die Männer des 20. Juli 1944 werden heute verehrt als Helden, die ihr Leben im Widerstand gegen Hitler geopfert haben. Für ihre Kinder ist der gewaltsame Tod des Vaters eine Katastrophe, an deren Folgen sie bis in die Gegenwart zu tragen haben. Christian Weisenborn zeigt in seinem Film “Verräterkinder”” erschütternde Begegnungen mit Kindern von Verschwörern des 20. Juli. Axel Smend ist heute noch tief bewegt, wenn er sich daran erinnert, wie seine Mutter mit verweinten Augen vom Elternsprechtag in der Schule zurückkam. Der Lehrer hatte von Axels schlechten Noten in Latein gesprochen und hinzugefügt: Vom Sohn eines Verräters könne er nichts anderes erwarten. Der Vater, Günther Smend, war 1944 hingerichtet worden. Christian Weisenborn blickt aber auch auf die eigene Familiengeschichte. Seine Eltern waren Mitglieder eines großen Freundeskreises von Antifaschisten, den die Gestapo “Rote Kapelle”” nannte. Es waren Künstler, Arbeiter, Kommunisten, Adlige, Ärzte und Offiziere, Männer und Frauen. Sie verbreiteten schon 1942 Flugblätter, die vom Völkermord an den europäischen Juden berichteten, und sie versuchten, Kontakt zu den Sowjets und zu den Amerikanern aufzunehmen. Weisenborns Eltern überlebten, aber 52 ihrer Freunde wurden 1942/43 in Plötzensee hingerichtet. Auch Töchter und Söhne von ihnen hat Weisenborn interviewt. Die Angestellte Erika von Brockdorff war 32 Jahre alt, als sie unter dem Fallbeil starb. Sie hinterließ eine sechsjährige Tochter. Saskia von Brockdorff quälte sich jahrzehntelang mit der Frage, warum die Mutter sich in solche Gefahr begeben hat. Warum hat sie mich verlassen? Erst sechzig Jahre später, als auch die “Rote Kapelle” einen Platz in der Gedenkstätte des Widerstands bekam, erreichte sie der Abschiedsbrief, den ihr die Mutter 1943 schrieb. Er ist voller Liebe und Schmerz. Behutsam lässt Weisenborn die Zuschauer teilhaben an der Versöhnung, die Saskia von Brockdorff durch diese Zeilen endlich möglich war. Von der Trauer um die toten Mütter und Väter erzählen auch Alfred von Hofacker und Hans Coppi, wie schwierig, voller Fragen und widerstreitender Gefühle es war, einen Zugang zu den Toten, ihren hingerichteten Vätern oder Müttern zu finden. Das private Trauern vollzog sich jahrzehntelang vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Die “Verräterkinder”” mussten erdulden, wie politische Interessen in Ost und West zur Verleumdung ihrer Eltern führten. Widerstandskämpfer wurden vereinnahmt, ausgestoßen oder passend gemacht. 1954 ehrte Bundespräsident Theodor Heuss zum ersten Mal die Männer des 20. Juli. In der DDR wurden sie zu diesem Zeitpunkt als Reaktionäre gebrandmarkt, denen es vor allem um den Machterhalt für Adel, Großgrundbesitz und Militär gegangen sei. Erst in den 1970er Jahren begann eine vorsichtige Umorientierung. Die “Rote Kapelle”” wurde in der DDR anfangs verschwiegen, dann zu einer kommunistischen Kundschaftertruppe umgedeutet und, propagandistisch aufgebauscht, zum Vorbild des Mielke-Apparates gemacht. Im Westen wurde sie jahrzehntelang als fünfte Kolonne Moskaus diffamiert. Erst 2009 hob der Deutsche Bundestag die Todesurteile wegen “Kriegsverrats”” auf. Vor diesem Hintergrund zeigt Christian Weisenborns Film eindrucksvolle, hoch emotionale Momentaufnahmen aus dem Leben der Kinder des Widerstands. Damit würdigt der Filmemacher die Courage der Eltern und gibt ihnen einen historisch gerechten Platz.”” (prisma.de)

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“Ich war neunzehn” am 03.02.2026 im MDR

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03.02.2026,

MDR, 23.25: Ich war neunzehn, Kriegsdrama, 1968

“Mit einer Aufklärungseinheit der Roten Armee kommt der 19-jährige Gregor Hecker im April 1945 nach Deutschland. Er war acht, als seine Eltern mit ihm nach Moskau emigrierten. Wie ein Fremder fühlt er sich in der einstigen Heimat. Zwiespältig sind seine Begegnungen mit den Deutschen, die er über Lautsprecher aufruft, sich zu ergeben. Ein alter Lautsprecherwagen zuckelt durch das Brandenburger Land. “Deutsche Soldaten! Kämpfen ist sinnlos”, dröhnt eine junge deutsche Stimme. “Ergebt euch, rettet euer Leben!”. Der, der da ruft, ist Gregor Hecker (Jaecki Schwarz). In der Uniform eines russischen Leutnants der Roten Armee kommt der 19-Jährige in seine Heimat zurück, aus der er vor 13 Jahren mit seinen Eltern emigrieren musste. Mit seinem kleinen Agitationstrupp ist er auf dem Weg von der Oder über Bernau, Sachsenhausen, Schloss Sanssouci nach Berlin. Der Frieden ist greifbar nahe, aber der Krieg noch nicht beendet – unsinnige letzte Gefechte, Chaos, Angst. Seine Ankunft in der alten Heimat ist schwer. Gregor möchte verstehen, vermitteln und steht doch zwischen den Fronten. Zwiespältig sind seine ersten Begegnungen mit den Deutschen. Er trifft einfache Leute, Mitläufer, Rückversicherer, Überläufer, eingefleischte Faschisten, Antifaschisten. Nur allmählich begreift Gregor, dass es “die Deutschen” ebenso wenig gibt wie “die Russen”. Als sein Freund Sascha (Alexej Ejboshenko) beim letzten Kampfeinsatz ums Leben kommt, steht für Gregor fest, dass er hier bleiben und am Aufbau eines neuen Deutschland mitwirken wird.” (prisma.de)

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“UdSSR – Das Rote Imperium” am 03.02.2026 im ARTE

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03.02.2026,

ARTE, 20.15: UdSSR – Das Rote Imperium, Doku, 2022

“1922 war das Geburtsjahr der Sowjetunion. Russland, Weißrussland, die Ukraine und Transkaukasien schlossen sich zusammen zur UdSSR. Es entstand ein völlig neues Staatsgebilde, ein Land, das sich selbst nie genug war und von Anfang an über sich hinaus strebte. Der Traum war, dass einmal alle Länder zu einer großen Union der sozialistischen Sowjetrepubliken gehören. Ein fantastischer Film erzählte schon 1924 davon, wie selbst der Mars Teil der Union wird. Zunächst aber brauchte das rückständige Agrarland Elektrizität und Industrie. Stalin forcierte die Zwangskollektivierung der Bauern und die rigorose Industrialisierung. Der Preis, den die Menschen dafür zahlten, blieb ein Tabu: die Millionen Verhungerten in der Ukraine und das Schicksal der Arbeitssklaven in den Gulags. Mit dem “Großen Terror” erreicht das Repressionssystem unter Stalin eine neue Dimension. Allein in den Jahren 1937/38 wurden mehr als 600.000 Menschen erschossen. Unschuldige Bürger gestanden bei Schauprozessen die absurdesten Mordpläne gegen Stalin oder Sabotageakte. Selbst engste Weggefährten Stalins landeten vor den Exekutionskommandos. Mit dem Hitler-Stalin-Pakt 1939 begann ein neues Kapitel sowjetischer Expansionspolitik. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurde geregelt, dass Stalin Teile Polens und des Baltikums, die einst zum Zarenreich gehörten, der UdSSR einverleiben darf. Kurz nach dem Überfall Hitlers auf Polen ließ auch Stalin seine Truppen dort einmarschieren. Die drei baltischen Staaten wurden zu Sowjetrepubliken erklärt. Das Rote Imperium wuchs. Aber dann kam alles anders als im Kreml geplant.” (prisma.de)

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“Einigkeit und Sport und Freiheit?” am 03.02.2026 im MDR

Bildquelle: Doll (links) als Spieler des BFC Dynamo beim Spiel gegen Stahl Riesa 1987, Von Bundesarchiv, Bild 183-1987-1003-021 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5664618

03.02.2026,

MDR, 20.15: Einigkeit und Sport und Freiheit?, Doku, 2025

“Für sie war die deutsche Wiedervereinigung eine Medaille mit zwei Seiten: Sportlerinnen und Sportler aus der ehemaligen DDR. Die einen katapultierte die Wende in den Westen – ins Rampenlicht des wiedervereinten Deutschlands, gefeiert als neue Sportikonen. Für die anderen zerbrach mit der Mauer die eigene Karriere – auf der Suche nach einer neuen Berufung und Identität. In “Einigkeit und Sport und Freiheit?” erzählen sechs außergewöhnliche Athletinnen und Athleten von den dramatischen Wendepunkten ihres Lebens. Axel Schulz, der ausgerechnet am Tag des Mauerfalls seinen 21. Geburtstag feiert und so nicht nur den Beginn eines neuen Lebensjahrs, sondern eines neuen Zeitalters erlebt. Die Wende katapultiert ihn ins grelle Rampenlicht einer Nation, die plötzlich das Boxen für sich entdeckt. Obwohl ihm der WM-Titel verwehrt bleibt, erobert er mit seiner sympathischen Art die Herzen der Menschen. Thomas Doll schreibt Fußball-Geschichte: Vom gefürchteten Angriffsduo mit Andreas Thom bei Dynamo Berlin und in der DDR-Nationalmannschaft führt ihn der Weg über den Hamburger SV zu Lazio Rom. Der Verein zahlt damals eine Rekordablöse in Millionenhöhe. Geräteturnerin Kerstin Kurrat (geb. Gerschau), die als Kind mit stoischer Ruhe das härteste Training erträgt, erfindet sich nach der Wende neu und eröffnet ein Fitnessstudio. Doch der Film zeigt auch die mühsamen Neuanfänge: Biathlet Frank-Peter Roetsch, einst mit fünf WM-Titeln gekrönt, verliert mit dem Mauerfall seine Förderung und gewohnte Umgebung. Nach der Wende kann er seine Leistung nicht mehr abrufen und muss die Karriere beenden. Ruderin Kathrin Boron wird vor die Wahl gestellt: entweder extrem umstellen oder aus dem Kader fliegen. Sie stellt sich der Herausforderung: ihre Hände bluten, als sie ihre erfolgreiche DDR-Rudertechnik vergessen und sich den westlichen Stil aneignen soll. Die harte Arbeit wird jedoch belohnt: Ihr Olympiasieg 1992 ist Startschuss für weitere Olympia- und Weltmeistertitel. Kugelstoßer Udo Beyer – einst strahlender Olympiasieger von Montreal 1976 – sieht seine Leistungen schwinden, kehrt dem Sport den Rücken und eröffnet ein Reisebüro. “Einigkeit und Sport und Freiheit?” ist mehr als eine Sportdokumentation – es ist ein Film über Stärke in der Schwäche, über das Weitermachen, wenn alles sinnlos scheint, über Menschen, die uns zeigen: Was kann ich tun, wenn ich falle? Der Film taucht ein in die Geschichte von Männern und Frauen, die den Moment erleben, an dem alles Gewohnte zusammenbricht, wenn über Nacht ihre bisherige Welt verschwindet, ihre Träume zerplatzen, wenn plötzlich nichts mehr gilt, was bisher das eigene Leben bestimmte. Eine bewegende Zeitreise zu einem der prägendsten Momente der deutschen Geschichte, erzählt durch die Augen derer, die ihn auf den Spielfeldern, in den Hallen und Stadien miterlebt haben.” (prisma.de)

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