Die wechselvolle Geschichte der deutschen Nationalhymne

info@histomich.de/ Mai 11, 2021/ Presse, Preussen / 19. Jhdt., Weimarer Republik

Bildquelle: Das Lied der Deutschen: Handschrift aus dem Nachlass Hoffmanns, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1015811

Auf den ersten Blick ist es schon sehr irritierend, dass die Urfassung unserer heutigen Nationalhymne im Exil, also außerhalb Deutschlands, geschrieben wurde: Hoffmann von Fallersleben hat auf Helgoland, das 1841 britische Kronkolonie war, den Text zum Deutschlandlied verfasst. Denn Freiheit, Demokratie und ein geeintes Deutschland mochten insbesondere die herrschenden deutschen Fürsten nicht. Daher schrieb er die ursprünglichen 3 Strophen im Exil auf Helgoland.

Seitdem machte das Deutschlandlied bzw. die Nationalhymne eine sehr wechselvolle Geschichte mit. Wurden zunächst zu Zeiten der Weimarer Republik alle 3 Strophen gesungen, so übernahmen die Nazis anfangs nur die 1. Strophe bevor sie es gar nicht mehr zuließen und nur noch das “Horst-Wessel-Lied” gesungen werden durfte. Nach dem Krieg wurde auf Grund der jüngsten Geschichte nur noch die 3. Strophe der Nationalhymne  in der Bundesrepublik und nach der Wiedervereinigung in ganz Deutschland gesungen.

Einzig die Melodie von Joseph Haydn hat bis heute die Geschichte der deutschen Nationalhymne überlebt.

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