“Wismut”, die problematische Geschichte des Uranabbaus in der DDR.

info@histomich.de/ April 30, 2021/ DDR, Presse

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Bundesarchiv, Bild 183-R02017 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

“Helden des Sozialismus” mit ca. 4000 Ost-Mark monatlich waren die “Wismut-Kumpel”. Doch Titel und hohes Salär erkauften sie sich mit Lungenkrebs und Quarzstaublunge.

Seit 1946 baute man in der DDR unter dem Tarnnamen “Wismut” Uranerz ausschließlich für die Sowjetunion und ihre Atomwaffen und -industrie ab. Im offiziellen Sprachgebrauch war es die “Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut”, kurz SDAG geannt. Wurden anfangs noch Zwangsarbeiter aus der früheren sowjetischen Besatzungszone rekrutiert, so setzte man ziemlich schnell auf Freiwillige mit äußerst lukrativen Angeboten verglichen mit dem “normalen” DDR-Bürger.

Die DDR-Oberen köderten bis zum Ende der Wismut 1991 auch mit Wohnraum, sehr guter Infrastruktur und für DDR-Verhältnisse einizigartigen Warenangeboten Bergarbeiter und deren Familien in die Region rund um Johanngeorgenstadt. Allerdings ohne Rücksicht auf Boden und Flüsse sowie auf die Gesundheit der Einwohner und den Arbeitsschutz unter Tage.

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