Wie der Wormser Reichstag zum Katalysator der Reformation wurde.

Bildquelle: Von Johann Friedrich Hamman - British Library, London MS Add. 15709, fol 4, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63444523

“Auf dem Reichstag in Worms sollte Luther 1521 seine Thesen verteidigen. Kaiser Karl V. vertrat eine harte Haltung gegen den „notorischen Ketzer“. Aber das Mächteverhältnis im Reich machte ein Todesurteil zu einer heiklen Konsequenz.
Man hatte ihn gewarnt. Franz von Sickingen, einer der führenden Reichsritter, war Martin Luther kurz vor Worms, in Oppenheim, entgegengeritten und hatte ihn bekniet, auf einer sicheren Burg Zuflucht zu suchen. Zu deutlich stand das tödliche Beispiel eines anderen Kirchenkritikers im Raum. Auch dem böhmischen Theologen Jan Hus war 1414 für das Konzil in Konstanz freies Geleit vom König versprochen worden. Doch nur wenige Monate nach seiner Ankunft wurde der Magister als Ketzer verbrannt…” (welt.de)

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Schlacht bei Pavia: Karl V. besiegt am 24.2.1525 seinen Gegner Franz I.

Bildquelle: Von Ruprecht Heller - http://www.artfinder.com/work/the-battle-of-pavia-ruprecht-heller/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15679262

Was war die “Schlacht bei Pavia” ?

Das muss wohl ein schönes Geburtstagsgeschenk für den gerade 25-jährigen Karl V. gewesen sein: Der Sieg über seinen französischen Rivalen Franz I. bei der Schlacht bei Pavia am 24.2.1525.
Karls Gegenspieler und bei der Königswahl 1519 Unterlegener Franz I. von Frankreich hatte große Städte Oberitaliens wie Mailand und Pavia im Januar 1525 besetzt bzw. belagert.
Denn nur wer das strategisch wichtige Oberitalien unter Kontrolle hat, hat auch Anspruch auf das Kaisertum. Und so hat Karl V. mit einem überraschenden Angiff den Belagerungsring um Pavia durchbrochen und Franz I. gefangen genommen.

Was beinhaltet der “Frieden von Madrid” ?

Mit einem Versöhnungsfrieden mit Franz I., dem “Frieden von Madrid” 1526, wollte Karl V. hauptsächlich Einigkeit im Kampf gegen Reformation und äußere Feine erreichen. Aber auch die Sicherung seiner Hegemonialmacht war ihm natürlich wichtig. Doch kurz nach seiner Freilassung schmiedete Franz I. ein neues Bündnis gegen den Kaiser , das Karl nun wirklich gefährlich wurde, weil auch die Osmanen die habsburgischen Erblande bedrohten, das Reich, in dem angeblich nie die Sonne untergeht…

Mehr zur Schlacht bei Pavia erfährst Du im folgenden Artikel.

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Heinz Schilling: Karl V.

“Karl V. ist der mächtigste Herrscher seiner Zeit – und der ohnmächtigste zugleich. In seinem Reich geht die Sonne nicht unter, doch nach seinem Willen formen kann er es nicht. Ebenso wenig gelingt es ihm, die große Kirchenspaltung aufzuhalten, mit der die Einheit der Christenwelt zerbricht. Heinz Schilling schildert in dieser Biographie, wie der Kaiser zwischen den Epochen alles in seiner Macht stehende tut, um dem Lauf der Zeit Einhalt zu gebieten – und sich am Ende gescheitert und gedemütigt aus der Welt zurückzieht in die Einsamkeit der spanischen Estremadura.
Heinz Schillings Biographie befreit Karl V. aus dem Habsburgermythos des 19. Jahrhunderts und führt ihn wieder zurück in seine historische Welt – das kulturell reiche Burgund seiner Jugend und Spanien mit dem atlantisch-überseeischen Raum. Auch dem verschlossenen Menschen Karl spürt dieses Buch nach, seiner Erotik, seinen kurzen Liebesbeziehungen, seiner unterschätzten musischen Seite. Es räumt Karl einen fairen Platz in den Religionskämpfen der Zeit ein und porträtiert ihn als zutiefst religiösen Menschen – hierin Luther ebenbürtig. Vor allem aber zeigt Schilling die Tragik der Macht: Im Herzen ein Friedenspolitiker, kommt der Kaiser während seiner Herrschaft nur selten aus dem Militärlager, weil er sich dynastischen und religiösen Zielen verpflichtet fühlt, die er in einer Welt, die immer komplexer wird, nicht mehr verwirklichen kann.” (amazon)

13.12.1545: Konzil von Trient beginnt.

Bildquelle: Von Autor unbekannt - Staatliches Hochbauamt Donauwörth, Heiligenlexikon; transfered from de Wikipedia, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1148806

Konzil von Trient beginnt.Es ist die Antwort der römisch-katholischen Kirche auf die Reformation, auch als Gegenreformation bekannt.
Während Karl V. Kirchenreformen anmahnt, stellt sich der Papst vehement gegen die Protestanten.

Wikipedia

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deutschlandfunk.de

24.04.1547: Schlacht bei Mühlberg

Kaiser Karl V. bekämpft mit Unterstützung katholischer Reichsfürsten die Protestanten nun offensiver, belegt protestantische Herrscher mit der Reichsacht und besiegt die Truppen der evangelischen Herrscher, insbesondere den “Schmalkaldischen Bund” in der Schlacht bei Mühlberg.

Anführer der Protestanten wie Philipp von Hessen und Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen werden gefangengenommen.

zeit.de

muelberg-elbe.de

01.09.1547: Karl V. verkündet das “Augsburger Interim”

Karl V. verkündet das “Augsburger Interim”:
Den Protestanten wird ab sofort die Anerkennung katholischer Glaubensprinzipien aufgezwungen, insbesondere die Vormachtstellung des Papstes.
Im Gegenzug wird den Protestanten Laienkelch und Anerkennung bestehender Ehen zugesichert.
Dieses, 1548 als Reichsgesetz erlassene Interim, soll bis zu einem späteren Konzil, das die Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche regeln soll, übergangsweise gelten.
Ausserhalb süddeutscher Reichsgebiete wird das Interim kaum durchgesetzt.Vielen Katholiken und Protestanten gehen die Regelungen nicht weit genug.

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04.12.1563: Konzil von Trient endet.

Konzil von Trient endet mit folgenden Beschlüssen:

– Bischöfe dürfen sich nicht von ihrer Pflicht freikaufen

– Priesterseminare sind ab sofort Grundlage der theoretischen Ausbildung für Pfarrer

– per Glaubensbekenntnis sollen Geistliche sich per Eid gegenüber der Kirche verpflichten

– Ablasshandel wird reformiert und diese Änderung richtet sich insbesondere gegen die Bereicherung Einzelner, nicht aber gegen die der Kirche

luther2017.de

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