Das doch tragische Ende einer geglückten Flucht, der berühmte Tunnel 57

Bildquelle: Berlin, S-Bahnhof Wollankstraße, Fluchttunnel , Bundesarchiv, Bild 183-90187-0012 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

“1964 wurde der “Tunnel 57” in Berlin zum Schauplatz einer spektakulären Befreiung. Ein DDR-Grenzsoldat starb im Kugelhagel – und eine Propagandaschlacht folgte.

An diesem Wintertag 1964 sieht er zum ersten Mal alles selbst. Ralph Kabisch, Westberliner Ingenieurstudent Anfang 20, sitzt im Linienbus, unterwegs zu einer Vermessungsübung. Richtung Wedding, vorbei am Nordhafen.

Am Ostufer, unweit der Charité, springt ein junger Mann ins Wasser. Er trägt nur eine Badehose, will schwimmend rübermachen. Aus einem Schnellboot greifen ihn Soldaten, heben ihn aus dem Wasser, verdreschen ihn. Eine Flucht und ihr Scheitern.

Die Mauer steht zu diesem Zeitpunkt bereits seit über zwei Jahren…” (spiegel.de)

mehr

Dramatische Flucht und Tragik des Chris Geoffrey, dem letzten Mauertoten.

Bildquelle: Von Brewer Bob - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33654221

“Am 5. Februar 1989 wurde der letzte DDR-Flüchtling an der Berliner Mauer erschossen: Der 20-jährige Chris Geoffrey sehnte sich nach Freiheit – und starb an der innerdeutschen Grenze, nur Monate bevor die DDR unterging

Es ist ein kalter Februarabend, kurz vor Mitternacht, als Karin Gueffroy die Schüsse hört. Sie ahnt, dass sie von der Mauer kommen, jener unweit ihrer Wohnung verlaufenden Grenze, die Berlin seit fast drei Jahrzehnten in zwei Teile teilt. Nicht aber, dass sie ihrem Sohn gelten….” (geo.de)

mehr

Berlin: Bernauer Straße

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-33809-0001 / Quaschinsky, Hans-Günter / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

Die Bernauer Straße an der Grenze zwischen den Berliner Stadtbezirken Wedding und Mitte war ein Brennpunkt der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Bau der Berliner Mauer und seine Folgen für die Bewohner der geteilten Stadt wurden hier besonders dramatisch erlebt. Die Geschichte dieser Straße zeigt exemplarisch die Auswirkungen des Mauer­baus: die Zerstörung von Stadtraum und Lebenswegen, die Trennung von Familienangehörigen und Freunden. Sie dokumentiert die Versuche, der Diktatur durch Flucht in den Westen zu entkommen oder gegen deren Herrschaftsanspruch Fluchthilfe zu leisten. Der Ort zeigt die herausragende Funktion der Mauer im Herrschaftsgefüge der SED, das Funktionieren des Mauerregimes im Alltag und lässt die tiefe Diskrepanz zwischen Bevölkerung und Staatsführung der DDR unübersehbar zu Tage treten. (stiftung-berliner-mauer.de)

Entlang der Bernauer Str. findet man diese Gedenktafeln, die an tragische Einzelschicksale von Mauerflüchtlingen erinnern.

mehr

mehr Trips

Berlin: Gedenkstätte Berliner Mauer

Bildquelle: Von Inhiber, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16946844

Im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer befindet sich die Dauerausstellung “1961 | 1989. Die Berliner Mauer”.
Auf 420 Quadratmetern widmet sich die Ausstellung der Geschichte der Teilung Berlins. Sie erläutert die politisch-historischen Hintergründe vom Mauerbau bis zum Mauerfall und der Wiedervereinigung. Wie kam es zum Mauerbau 1961? Wie lebten die Menschen im geteilten Berlin mit der Mauer? Warum fiel sie 1989?
In der Ausstellung sind zahlreiche Objekte, Biografien und audiovisuelle Medien zu sehen. Das „Archiv der Erinnerungen“ lässt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Schatten der Mauer berichten. Die Ausstellung verbindet politische Ereignisgeschichte und Alltagsgeschichte und zeigt die Konsequenzen, die die brutale Teilung der Stadt für die Menschen hatte.

Ein partizipatives Element lässt Interessierte zu Wort kommen und lädt ein, ihre Gedanken zur Geschichte der deutschen Teilung und zu ihren Nachwirkungen, aber auch zu aktuellen Fragen von Demokratie, Freiheit und Menschenrechte einzubringen. mehr

136 Menschen kamen beim Fluchtversuch an der Berliner Mauer ums Leben, an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wird an sie erinnert, Chris Gueffroy war das letzte Opfer , gut 9 Monate später fiel die Mauer.
Blick in den ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Str. vom Wedding aus
Ein Foto, das um die Welt ging…

mehr Trips

Titus Müller: Das zweite Geheimnis

Was ist der Inhalt von “Das zweite Geheimnis” von Titus Müller ?

“Zwölf Jahre nach dem Mauerbau führt Ria Nachtmann ein weitgehend angepasstes Leben in Ostberlin. Niemand würde vermuten, dass sie einst als Spionin für den Bundesnachrichtendienst aktiv war. Nur eines hat die Jahre überdauert: ihre Liebe zu Jens, einem westdeutschen Journalisten. Doch Verbindungen mit dem Klassenfeind sind streng verboten. Als Ria ein geheimes Treffen arrangiert, wird sie bereits beobachtet. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt …” (amazon.de)

hier geht es zu den aktuellen Bestsellern

Der Bau der Berliner Mauer, Symbol des Kalten Kriegs

Bildquelle: Ansgar Koreng

Um 1 Uhr am 13. August 1961 rollen Panzer, werden Stacheldrähte gezogen und Familien zerrissen, der Mauerbau in Berlin beginnt. Das letzte Schlupfloch der DDR-Bürger in den Westen wird geschlossen.

Bereits seit 1952 gibt es zwischen der Bundesrepublik und der DDR eine sehr gut gesicherte Grenze. Doch viele DDR-Bürger nutzen die Jahre danach den noch offenen Zugang nach West-Berlin, um vor Repressallien und den wirtschaftlichen wie politischen Verhältnissen in der DDR zu fliehen.

Und das macht der SED-Diktatur zu schaffen. Sie beschließt auf Weisung von Walter Ulbricht West-Berlin abzuriegeln. Selbst der Westen war überrascht wegen der doch schnellen und harten Reaktion Ost-Berlins, hatte doch Walter Ulbricht noch wenige Wochen vorher erklärt: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen”.

Doch der Westen hält sich zurück: Die Bundesrepublik unter Adenauer und die westlichen Verbündeten, allen voran die USA, scheuen die Konfrontation und wollen keinen erneuten Krieg riskieren.

Wer versucht, die Berliner Mauer zu überwinden und zu fliehen, wird erschossen oder kommt für Jahre in’s Gefängnis. Ca. 140 Menschen sollen lt. “Stiftung Berliner Mauer” beim Fluchtversuch getötet worden sein. Viele versuchten, “unterirdisch in die Freiheit” zu gelangen, also per Fluchttunnel.

Erst 28 Jahre später gelingt es den DDR-Bürgern friedlich die Mauer niederzureißen. Ein Rückblick mit Zeitzeugen…

mehr

13.06.1990: Berliner Mauer kommt endgültig weg.

Bildquelle: Dmitri Wrubel: „Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ – East Side Gallery, 1991, Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F088809-0038 / Thurn, Joachim F. / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5473698

Es wird mit dem endgültigen Abriss der ca. 47 km langen Berliner Mauer begonnen.

“Als Berlin mit dem Mauer-Abriss begann” (Deutsche Welle)


zu den Sendungen der Tagesschau vom Juni 1990

“Erinnerung an Versöhnungskirche: Sprengung vor 35 Jahren”

sueddeutsche.de:
“An die Sprengung der Versöhnungskirche vor 35 Jahren wird an diesem Sonntag in Berlin mit einer Andacht erinnert. Das Gotteshaus an der Bernauer Straße stand nach dem Mauerbau unzugänglich im abgesperrten Todesstreifen. Auf Geheiß der DDR-Führung krachte am 22. Januar 1985 das Kirchenschiff durch Dynamit zusammen, wenige Tage später (28. Januar) fiel der Turm…”

mehr

Berlin: Tränenpalast

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-A0706-0010-001 / Krueger / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5432005

“Unsere Ausstellung »Ort der deutschen Teilung« zeigt am historischen Ort, wie es zur Gründung der zwei deutschen Staaten und zum Bau der Berliner Mauer kommt, wie die Zoll- und Passkontrollen im Tränenpalast und die Überwachung am Grenzübergang Friedrichstraße funktionieren…” (hdg.de) mehr

Geschichte: iOS-App macht Berliner Mauer per AR erlebbar

macwelt.de:

“Vor 30 Jahren ist die Mauer gefallen. Das bedeutet, es gibt inzwischen eine ganze Generation, die die Mauer nicht mehr gesehen hat, stellt Entwickler Peter Kolski fest und will mit seiner bisher nur für iOS verfügbaren App MauAR die Erfahrung dieser historischen Realität in Berlin zumindest virtuell wieder möglich machen…”

mehr

Vor 30 Jahren schaffte die DDR den Schießbefehl ab

vom 04. April 2019, 07:02

maz-online.de:

“Die Anordnung an die Grenzsoldaten, künftig nicht mehr auf Republikflüchtlinge zu schießen, gab Verteidigungsminister Streletz am 3. April 1989 nur mündlich. Die DDR wollte die Existenz des Schießbefehls nicht durch einen schriftlichen Widerruf dokumentieren…”

mehr

Minute für Minute – So entstand die Berliner Mauer

vom 16. August 2018, 07:04

welt.de:

“Damit hatte niemand gerechnet: In einem kürzlich erschlossenen Aktenbestand aus dem DDR-Innenministerium fand sich eine zentrale Quelle zum 13. August 1961. Wie aber findet man nach so langer Zeit ein solches bislang unbekanntes Dokument?…”

mehr

Mauerpark-Sensationsfund Archäologen entdecken DDR-Fluchttunnel

vom 12. Januar 2018, 09:14

berliner-zeitung.de:

“Man hätte es sich denken können: Dass genau an diesem Ort, an dem die Stadt einst für Jahrzehnte geteilt war, noch unterirdische Reste der jüngsten deutsch-deutschen Geschichte zu finden sind. Hinweise gab es einige, sagen Experten wie der Archäologe und Mauerforscher Torsten Dressler. Jetzt liefert er den praktischen Beweis…”

mehr

Berlin: Checkpoint Charlie

Bildquelle: Von Roger Wollstadt - Flickr: Berlin - Checkpoint Charlie, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14779751

…Der ehemalige militärische Kontrollpunkt Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins neben der Glienicker Brücke der bekannteste Grenzübergang der drei durch die Amerikaner kontrollierten Grenzpunkte. Die anderen waren die Grenzkontrollpunkte Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo). Der Übergang durfte nur von Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden…(berlin.de) mehr

DVD: Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin

“…Exakt 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer erzählen 30 Kurzdokumentationen die Geschichte der geteilten Stadt zwischen Bau und Fall der Mauer – jeweils 14 Minuten. Anhand von Archivbildern und Zeitzeugenberichten werden die wichtigsten Ereignisse des Jahres sowie Alltag und Lebensgefühl im Schatten der Mauer wiedergegeben.
..” (amazon)

DVD: Jenseits der Mauer

“Das Regime zerbröckelt, die Mauer fällt und am Grenzübergang Bösebrücke verweben sich in der Nacht zum 10. November 1989 die Schicksale der Menschen aus Ost und West.
September 1974. Grenzübergang Bösebrücke: Heike und Ulrich Molitor sowie ihre beiden kleinen Kinder Klaus und Miriam werden bei einem Fluchtversuch gestellt. Nach ihrer Verurteilung stehen die Eltern vor einer schrecklichen Alternative: Sie können mit ihrem siebenjährigen Sohn in die BRD ausreisen, ihre zweijährige Tochter Miriam muss allerdings in der DDR zurückbleiben. 15 Jahre später verliebt sich der junge Wessi Nils bei einem langweiligen Verwandtenbesuch in der DDR in die 17-jährige, äußert attraktive, inzwischen Rebecca heißende Miriam, die vom Ehepaar Pramann adoptiert wurde. Brigitte Schröder, die ehemalige Heimleiterin und Gattin eines regimetreuen SED-Funktionärs schreibt inzwischen fingierte Briefe an die Familie Molitor und will sie glauben machen, Kontakt zu ihrer Tochter zu haben.” (amazon)

Edgar Wolfrum: Die Mauer: Geschichte einer Teilung

“Die Mauer war das zentrale Monument des Kalten Krieges und ein Symbol für die Zweiteilung der Welt. Edgar Wolfrum schildert die Hintergründe ihrer Entstehung, zeigt, was es hieß, in ihrem Schatten zu leben und lässt die dramatischen Ereignisse des Mauerfalls vor 20 Jahren wieder aufleben.
Eine Mauer um Berlin zu bauen, um 16 Millionen Menschen einzusperren, diese Idee war ungeheuerlich. Wieso reagierten die Westmächte so lax, während die Deutschen geschockt waren? Warum rissen die Berliner die Mauer nicht ein? Was bedeutete die Einmauerung für das Leben in der DDR? Wer gewöhnte sich an die Mauer?…” (amazon)

Arwed Messmer: Inventarisierung der Macht: Die Berliner Mauer aus anderer Sicht

“In unserem kollektiven Gedächtnis existiert die Mauer als ein bunt besprühtes Betonband. Umso wertvoller ist das Langzeitprojekt, dem sich der Fotograf Arwed Messmer und die Schriftstellerin Annett Gröschner widmen. Ausgangsmaterial waren Fotografien der frühen Mauer, die von den DDR-Grenztruppen angefertigt wurden. In ihrem preisgekrönten Vorgängerband präsentierten die Autoren den innerstädtischen Mauerstreifen. 2012 stießen sie auf ein weiteres, ebenso umfangreiches Bildkonvolut. In der neuen zweibändigen Ausgabe zeigen sie nun mit rund 600 Panoramen aus 3000 Einzelbildern den gesamten Verlauf der Mauer um West-Berlin…” (amazon)

Heinz-Peter Lüning: Abgehauen im Morgengrauen

“Als junger Wehrpflichtiger kommt Heinz-Peter Lüning zu den Grenztruppen der DDR in Schönefeld bei Berlin, aber das Regime und seine Widersprüche betrachtet er seit Längerem immer kritischer. 1963 gelingt ihm während seines Wachdienstes mit einem Freund die Flucht über den Stacheldraht. In dem Buch beschreibt Lüning seine Zeit in der DDR, die Fluchtvorbereitung, aber auch die Ereignisse, die seine Flucht nach sich zog: die Aufnahme im Westen, den Aufenthalt in Camp King sowie die Ermittlungen und Reaktionen in Ost und West. Dabei entsteht ein faszinierender Erfahrungsbericht über die Perspektiven der deutschen Geschichte von den Sechzigerjahren bis zur Wiedervereinigung, die auch Lüning erlaubt, die alte Heimat wieder zu besuchen. Fotos und Dokumente ergänzen den durch seinen Sohn, Dr. Holger Lüning, aufgeschriebenen Bericht.” (amazon)

Schabowskis Zettel

ndr.de:
"Ein Zettel bringt eine Diktatur zu Fall: Am Morgen des 9. November 1989 verfasst im DDR-Innenministerium der hohe Funktionär Gerhard Lauter - Oberst der Volkspolizei - eine neue Reiseregelung, die die DDR vor dem Untergang retten soll. Eigenmächtig, gegen den Auftrag des SED-Politbüros und die Bedenken der Stasi verordnet Lauter dort die Reisefreiheit für alle DDR-Bürger - wenn auch geordnet und bürokratisch....mehr"