“Berlin – Kalter Krieg der Zoos” am 01.08.2024 im ARTE

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d6/Bundesarchiv_Bild_183-31492-0004%2C_Berlin%2C_Tierpark-Er%C3%B6ffnung_%2C_mit_Wilhelm_Pieck.jpg, Von Bundesarchiv, Bild 183-31492-0004 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5351144

01.08.2024,

ARTE, 20.15: Berlin – Kalter Krieg der Zoos, Doku, 2024

“Große Tiere sind die Hauptdarsteller eines skurrilen Wettkampfs, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin ausgetragen wird. Die Stadt ist von den Siegermächten geteilt, der Kalte Krieg ist in vollem Gange. Der Konflikt reicht bis in den Zoo. Der Zoologische Garten in Westberlin, der älteste Zoo Deutschlands, bekommt plötzlich Konkurrenz aus dem Osten. Die neu gegründete DDR eröffnet 1955 in Ostberlin einen “Gegenzoo”. Der Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde soll dem sozialistischen Ideal entsprechen. Größer, schöner, moderner als der alte Zoo im Westen. Ein Aushängeschild für die Hauptstadt der DDR. Westberlin, die kapitalistische Insel im “roten Meer”, kann das nicht hinnehmen. Ein Machtkampf um große Tiere und Politik beginnt. Die beiden Zoodirektoren – Heinz-Georg Klös im Westen und Heinrich Dathe im Osten – liefern sich ein jahrzehntelanges Wettrüsten um Elefanten und Nashörner. Die Politik in Ost und West mischt kräftig mit. Die Stasi schenkt dem Tierpark Brillenbären, Helmut Schmidt holt Pandabären aus China in den Zoo. Es geht um Elefanten, Nashörner und die Frage, welches politische System das bessere ist. Die beiden Direktoren ziehen alle Register, um sich gegenseitig zu übertrumpfen. Beide nutzen das damals noch neue Medium Fernsehen für ihre Auftritte. Mit Filmmaterial aus den Archiven des BRD- und DDR-Fernsehens, Zeitzeugen und Experteninterviews ist dieser Film eine amüsante Zeitreise zu einem tierischen Nebenschauplatz des Kalten Krieges. Weltgeschichte wie unter dem Brennglas.” (prisma.de)

mehr TV

Berlin: Hackesche Höfe

Bildquelle: Werner100359, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Die Hackeschen Höfe sind ein berühmtes Ensemble von acht miteinander verbundenen Innenhöfen im Zentrum von Berlin, in der Nähe des Hackeschen Markts. Die Geschichte der Hackeschen Höfe reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als der jüdische Unternehmer und Immobilieninvestor Joseph Mendelssohn sie errichten ließ.

Die Höfe wurden zwischen 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Kurt Berndt im Jugendstil-Stil erbaut. Sie waren Teil eines größeren Projekts zur Modernisierung des Viertels um den Hackeschen Markt herum. Die Höfe wurden als Wohn- und Geschäftshäuser konzipiert und beherbergten damals vor allem Handwerksbetriebe, Ateliers, Geschäfte und Gastronomie.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Hackeschen Höfe schwer beschädigt, aber in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut und restauriert. Heute sind die Hackeschen Höfe ein beliebtes Touristenziel in Berlin, bekannt für ihre vielfältige Gastronomie, Modegeschäfte, Kunstgalerien und kulturellen Einrichtungen.

Die Hackeschen Höfe sind nicht nur architektonisch interessant, sondern auch ein wichtiger historischer Ort in Berlin. Sie spiegeln die wechselvolle Geschichte der Stadt wider, von ihrer Blütezeit als kulturelles Zentrum in den 1920er Jahren bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit.

mehr zu diesem Ort

Berlin: Rosa-Luxemburg-Platz

Bildquelle: Kino Babylon, eigenes Bild

Wir sind am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz, bis 1933 “Bülowplatz” , danach bis Kriegsende “Horst-Wessel-Platz”. Wo ganz früher noch Scheunen an eher friedliche Zeiten erinnerten, tobten zu Anfang der 30er Jahre gewaltsame politische Kämpfe, insbesondere zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Berliner Polizei.

Trauriger Höhepunkt war 1931 die Ermordung zweier Polizeioffiziere durch KPD-Anhänger, einer der Täter war Erich Mielke, der ehemalige Stasi-Chef.

Die KPD hatte hier von 1926 bis zu Hitlers Machtergreifung ihre Parteizentrale, die Partei “Die Linke” (vormals PDS) hat die Immobilie als Nachfolgerin der SED übernommen und residiert hier im Karl-Liebknecht-Haus seit 1990.

Die legendäre “Volksbühne” und das ehemalige Stummfilmkino “Babylon” , in dem Musiker aus dem Orchestergraben heraus auch heute noch Filme musikalisch begleiten können, sind dem Platz treu geblieben.

Blick auf den Rosa-Luxemburg-Platz
Blick auf den Rosa-Luxemburg-Platz
Volksbühne
Volksbühne

mehr zu diesem Ort

Rudolf Hess: Sein Leben, Tod und die Mythen

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-1987-0313-507 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5423766

Rudolf Hess war ein prominenter nationalsozialistischer Politiker und enger Vertrauter Adolf Hitlers. Hier mehr zu seiner Lebensgeschichte und die Umstände und Mythen rund um seinen Tod:

Frühes Leben und Aufstieg

Rudolf Walter Richard Hess wurde am 26. April 1894 in Alexandria, Ägypten, geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf und erhielt eine internationale Ausbildung.

Hess diente im Ersten Weltkrieg als Offizier der deutschen Armee. Er wurde zweimal verwundet und Nach dem Krieg studierte er in München, wo er Adolf Hitler kennenlernte. 1920 trat er der NSDAP bei und wurde schnell zu einem der engsten Vertrauten Hitlers. Hess spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Partei und war maßgeblich an der Förderung der nationalsozialistischen Ideologie beteiligt.

Rolle im Dritten Reich

1933 wurde Hess zum Stellvertreter Hitlers ernannt, eine Position, die ihm bedeutende Macht und Einfluss verschaffte. Er war verantwortlich für viele administrative Aufgaben und die Durchsetzung der Parteiideologie.

Flug nach Großbritannien:

Am 10. Mai 1941 unternahm Hess einen überraschenden Solo-Flug nach Schottland, um einen Friedensvorschlag an die britische Regierung zu überbringen. Sein Vorhaben wurde jedoch nicht ernst genommen, und er wurde sofort verhaftet. Dieser Vorfall schockierte die NS-Führung.

Gefangenschaft und Prozess

Hess verbrachte den Rest des Krieges in britischer Kriegsgefangenschaft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal angeklagt.

Hess wurde 1946 zu lebenslanger Haft verurteilt, hauptsächlich wegen Verbrechen gegen den Frieden. Er wurde in das Gefängnis von Spandau in Berlin überstellt, wo er die nächsten Jahrzehnte als einziger Gefangener verblieb.

Umstände seines Todes:

Rudolf Hess starb am 17. August 1987 im Alter von 93 Jahren im Gefängnis von Spandau. Offizielle Berichte geben an, dass er Selbstmord durch Erhängen beging. Diese Version der Ereignisse ist jedoch umstritten und hat zahlreiche Verschwörungstheorien hervorgebracht, die behaupten, er sei ermordet worden.

Hess’ Tod markierte das Ende eines Kapitels der nationalsozialistischen Geschichte. Seine Rolle im Dritten Reich und die mysteriösen Umstände seines Todes bleiben bis heute ein Gegenstand historischer Forschung und öffentlicher Debatte.

Sein überraschender Flug nach Großbritannien und die Umstände seines Todes haben ihn zu einer der umstrittensten und mysteriösesten Persönlichkeiten des Dritten Reiches gemacht.

noch mehr zu den Umständen seines Todes hier:

Luftschutzbunker Berlin: Eine Geschichte des Überlebens

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-B04759 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

Während des Zweiten Weltkriegs spielten Luftschutzräume und Luftschutzbunker eine entscheidende Rolle in Berlin, um die Zivilbevölkerung vor den Luftangriffen der Alliierten zu schützen. Die Stadt war stark von Bombardierungen betroffen. Die Einrichtung von Luftschutzräumen war eine wichtige Maßnahme, um die Bevölkerung zu schützen.

In Berlin wurden verschiedene Arten von Luftschutzbunkern gebaut, darunter Keller, U-Bahn-Stationen, Bunker und sogar spezielle Schutzräume für wichtige Regierungsgebäude. Diese Räume boten Schutz vor den Bombenangriffen und dienten als Zufluchtsorte für die Menschen während der Luftangriffe.

Die Luftschutzräume waren oft überfüllt und die Bedingungen darin waren schwierig. Aber sie retteten unzähligen Menschen das Leben. Viele Berliner verbrachten Stunden oder sogar Tage in diesen Räumen, während die Bomben über der Stadt fielen.

Einige der bekanntesten Luftschutzräume in Berlin waren der Fichtebunker in Kreuzberg, der Humboldthain Flakturm in Wedding und der Bunker am Anhalter Bahnhof. Diese Bauten sind heute noch teilweise erhalten und dienen als Mahnmale für die Schrecken des Krieges.

Die Luftschutzräume in Berlin sind ein wichtiger Teil der Geschichte der Stadt während des Zweiten Weltkriegs. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, die Zivilbevölkerung in Zeiten des Konflikts zu schützen.

Mehr zu Berliner Luftschutzbunkern, die aus ehemaligen U-Bahn-Tunneln hervorgingen, erfährst Du hier:

mehr

Flugzeugunglücke in der DDR: Der tragische Il-62M Absturz

Bildquelle: Symbolfoto: Interflug Ilyushin Il-62, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/da/Interflug_Ilyushin_Il-62_Bidini.jpg

Am 17. Juni 1989 ereignete sich ein tragisches Flugzeugunglück am Flughafen Berlin-Schönefeld. Eine Iljuschin Il-62M der DDR-Fluggesellschaft Interflug stürzte kurz nach dem Start ab, was zu einem der schwersten Flugzeugunglückein der Geschichte der DDR führte. Die Maschine war auf dem Weg nach Moskau und hatte 113 Personen an Bord, darunter 11 Besatzungsmitglieder.

Was war geschehen ?

Das Flugzeug hatte zunächst ohne Probleme abgehoben, doch bald darauf, während es sich im Steigflug befand, kam es zu einem schweren Triebwerksausfall. Das linke Triebwerk explodierte, wodurch Trümmerteile das benachbarte Triebwerk beschädigten und einen Brand verursachten. Obwohl die Piloten sofort reagierten und versuchten, die Maschine sicher zum Flughafen zurückzubringen, war dies aufgrund der Schäden und des Feuers nicht möglich.

Während des Notlandungsversuchs verlor die Maschine rapide an Höhe, und es gelang den Piloten nicht, die Kontrolle über das Flugzeug wiederzuerlangen. Die Il-62M stürzte schließlich in ein Weizenfeld in der Nähe des Flughafens. Die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen bei dem Aufprall ums Leben, während einige durch das nachfolgende Feuer starben. Insgesamt überlebten nur 20 der 113 Insassen, was die Tragödie noch erschütternder machte.

Was waren die Folgen ?

Unmittelbar nach dem Unglück begann eine Untersuchung, um die genauen Ursachen des Absturzes zu ermitteln. Es stellte sich heraus, dass ein Materialfehler in einem der Triebwerke und ein Konstruktionsfehler im Höhenruder der Hauptauslöser war. Diese technische Panne führte zu einer Kettenreaktion, die letztlich das Flugzeug zum Absturz brachte. Darüber hinaus wurden Mängel in den Wartungsprotokollen der DDR-Fluggesellschaft Interflug festgestellt, was Fragen zur allgemeinen Sicherheit und Zuverlässigkeit der Flugzeugflotte der DDR aufwarf.

Das Flugzeugunglück von Berlin-Schönefeld führte zu intensiven Diskussionen über die Sicherheitsstandards im Luftverkehr der DDR und hatte weitreichende Folgen für die Wartung und Überwachung der Flugzeuge. Gleichzeitig rief das Ereignis, Trauer und Mitgefühl bei allen Deutschen sowie in der internationalen Gemeinschaft hervor.

mehr

“The Wall – Mauern der Welt” am 28.06.2024 im PHOENIX

Bildquelle: Neptuul, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

28.06.2024,

PHOENIX, 20.15: The Wall – Mauern der Welt, Am Berliner Todesstreifen, Dokumentationsreihe, D 2022

“Als 1989 die Mauer fiel, hatte die Macht des Volkes mit einer friedlichen Revolution gesiegt. Betroffene erzählen von ihrem damaligen Leben im Schatten der Mauer…” (tvspielfilm.de)

mehr TV

“Gestapo – Hitlers Geheimpolizei” am 20.06.2024 im NTV

Bildquelle: By Stzeman - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52529767

20.06.2024,

NTV, 22.05: Gestapo – Hitlers Geheimpolizei, Doku, 2020

“Die Doku wirft einen Blick in das Herz der Nazi-Organisation, die Europa mit ihrer Politik des Terrors und der Verdächtigungen in Angst und Schrecken versetzte. Hinter berüchtigten Namen wie Hitler, Göring, Himmler oder Müller verbarg sich ein Staatsapparat, der sich der Vernichtung verschrieben hatte. Zwölf Jahre voller Mord, Verrat und unmenschlicher Schrecken drückten dem Europa des 20. Jahrhunderts ihren düsteren und bleibenden Stempel auf.” (prisma.de)

mehr TV

Das doch tragische Ende einer geglückten Flucht, der berühmte Tunnel 57

Bildquelle: Berlin, S-Bahnhof Wollankstraße, Fluchttunnel , Bundesarchiv, Bild 183-90187-0012 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

“1964 wurde der “Tunnel 57” in Berlin zum Schauplatz einer spektakulären Befreiung. Ein DDR-Grenzsoldat starb im Kugelhagel – und eine Propagandaschlacht folgte.

An diesem Wintertag 1964 sieht er zum ersten Mal alles selbst. Ralph Kabisch, Westberliner Ingenieurstudent Anfang 20, sitzt im Linienbus, unterwegs zu einer Vermessungsübung. Richtung Wedding, vorbei am Nordhafen.

Am Ostufer, unweit der Charité, springt ein junger Mann ins Wasser. Er trägt nur eine Badehose, will schwimmend rübermachen. Aus einem Schnellboot greifen ihn Soldaten, heben ihn aus dem Wasser, verdreschen ihn. Eine Flucht und ihr Scheitern.

Die Mauer steht zu diesem Zeitpunkt bereits seit über zwei Jahren…” (spiegel.de)

mehr

Die Reichspogromnacht, vorläufiger Höhepunkt der Judenverfolgung und Beginn des Holocausts.

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 146-1970-041-46 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5418827

“Die Pogromnacht am 9. November 1938 gilt als Auftakt zum Holocaust – der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten. Sturmtrupps von SA und SS überfielen und zerstörten in jener Nacht unter Mithilfe der deutschen Bevölkerung jüdische Geschäfte und Synagogen. Es ist ein vorläufiger Höhepunkt des von den Nazis propagierten staatlichen Antisemitismus…Der Antisemitismus ist keine Erfindung Adolf Hitlers. Schon Jahrhunderte zuvor war die jüdische Minderheit in vielen Ländern Europas Sündenbock für Unglück und Katastrophen…” (mdr.de)

mehr

Oben Bomben, unten gute Miene zu bösem Spiel…Hitler’s letzter Geburtstag

Bildquelle: 50. Geburtstag Hitlers 1939, Heinrich Himmler gratuliert, Von Bundesarchiv_Bild_183-H28988,_50._Geburtstag_Hitler,_Gratulation_Himmler.jpg: Hoffmannderivative work: Emma7stern (talk) - Bundesarchiv_Bild_183-H28988,_50._Geburtstag_Hitler,_Gratulation_Himmler.jpg, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6360784

“Am 20. April 1945 umfasste das einst riesige Dritte Reich nur noch wenig mehr als die Reichshauptstadt Berlin. “Der „Führer und Reichskanzler”“ wurde 56 Jahre alt, und die Paladine kamen zum Gratulieren.
In seinen Geburtstag hineinfeiern mochte der Jubilar nicht. Und das, obwohl er stets bis lange nach Mitternacht aufblieb, oft hinein ins Morgengrauen und gern mit seinem engsten Kreis zusammensaß. In der Nacht vom 19. auf den 20. April 1945 aber war das anders.

Im Vorraum zu Hitlers Arbeitszimmer im Führerbunker in Berlin hatten sich, auf gerade einmal gut zehn Quadratmetern, seine engsten Mitarbeiter versammelt: General Wilhelm Burgdorf und Hermann Fegelein, die höchsten Verbindungsoffiziere von Wehrmacht und Waffen-SS; Julius Schaub, der Chefadjutant; Alwin-Broder Albrecht und Otto Günsche, zwei weitere persönliche Adjutanten; Walter Hewel, der Verbindungsmann zum Auswärtigen Amt; schließlich der Stenograf Heinz Lorenz…” (welt.de)

mehr

Berlin: Blutmai

Bildquelle: eigenes Werk

Wir sind mitten im ehemaligen Roten Wedding:
Insbesondere, unweit von hier, in der Kösliner Str., einer Hochburg der Kommunisten, tobten im so genannten “Blutmai” 1929 Straßenkämpfe zwischen den Kommunisten unter den Arbeitern und der Berliner Schutzpolizei unter Leitung von Polizeipräsident Zörgiebel.
Die Arbeiter demonstrierten gegen die sehr schlechten Wohn- und Arbeitsbedingungen, aber auch gegen den rechten Terror der NSDAP.
Der Verschärfung des Konflikts zwischen SPD und der KPD hat der “Blutmai” den letzten Rest gegeben.

Übrigens, die Straßenkämpfe rund um den 1. Mai 1929 sind auch Handlungsteil in der Krimiserie “Babylon Berlin” (Staffel 1 / Episode 4).

Zum Gedenken an die 33 Toten der Straßenkämpfe wurde hier an der “Walter-Röber-Brücke” ein Gedenkstein aufgestellt.

Heute erinnert hier in der Kösliner Str. nichts mehr an den “Blutmai”

mehr

mehr Trips

Berlin: Bernauer Straße

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-33809-0001 / Quaschinsky, Hans-Günter / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

Die Bernauer Straße an der Grenze zwischen den Berliner Stadtbezirken Wedding und Mitte war ein Brennpunkt der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Bau der Berliner Mauer und seine Folgen für die Bewohner der geteilten Stadt wurden hier besonders dramatisch erlebt. Die Geschichte dieser Straße zeigt exemplarisch die Auswirkungen des Mauer­baus: die Zerstörung von Stadtraum und Lebenswegen, die Trennung von Familienangehörigen und Freunden. Sie dokumentiert die Versuche, der Diktatur durch Flucht in den Westen zu entkommen oder gegen deren Herrschaftsanspruch Fluchthilfe zu leisten. Der Ort zeigt die herausragende Funktion der Mauer im Herrschaftsgefüge der SED, das Funktionieren des Mauerregimes im Alltag und lässt die tiefe Diskrepanz zwischen Bevölkerung und Staatsführung der DDR unübersehbar zu Tage treten. (stiftung-berliner-mauer.de)

Entlang der Bernauer Str. findet man diese Gedenktafeln, die an tragische Einzelschicksale von Mauerflüchtlingen erinnern.

mehr

mehr Trips

Berlin: Konnopke’s Imbiß

Bildquelle: eigenes Werk

Seit 1930 ist der Name “Konnopke” in Berlin eine Institution, wenn es um die Wurst geht.
Zunächst wurde alles von Bockwurst bis Krakauer verkauft, Max und Charlotte Konnopke waren auch mobil unterwegs, um ihre Würste zu verkaufen, ob per Motorrad oder zu Fuß.
Hauptsache der Wurstkessel war immer gut gefüllt und konnte den Hunger und den Appetit so mancher Berliner stillen.

Mit Kriegsbeginn gab es dann erstmal nur Kartoffelpuffer.
Doch die Kartoffelpuffer werden nach dem Krieg ein Renner.
Nun hat Max Konnopke auch 2 feste Standorte in Berlin, hier an der Schönhauser und in Weissensee.
Aber auch auf Wochenmärkten und dem Berliner Weihnachtsmarkt sind die Konnopkes mit von der Partie.

Und ab 1960 gibt es dann die erste Ost-Berliner Currywurst und einen richtigen Verkaufskiosk hier an der Schönhauser.
Für die beliebte Currywurst steht man nun schon morgens Schlange.

Max Konnopke stirbt 1986, aber da hat Tochter Waltraud schon längst das Geschäft der Eltern an der Schönhauser übernommen, Bruder Günter in Weissensee.
Ab 1987 gibt es dann einen Imbißgarten neben dem Kiosk, in dem man nun auch im Sitzen die Currywurst genießen kann.

Mit der Wende ändert sich so einiges: Zusätzlich werden nun auch Pommes und Kaffee verkauft, man muss sich ja nun auch auf veränderte Kundschaft einstellen.
Einzig in Familiensitz bleibt der KIosk an der Schönhauser, der in Weissensee wird 2000 durch Günter Konnopke verkauft.
2010 gibt es dann auch Gewißheit über den Weiterverbleib des Kiosks an dieser Stelle, nachdem Denkmalschutz und der Stadtbezirk grünes Licht gegeben haben.

mehrmehr Trips