Berlin: Hackesche Höfe

Bildquelle: Werner100359, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Die Hackeschen Höfe sind ein berühmtes Ensemble von acht miteinander verbundenen Innenhöfen im Zentrum von Berlin, in der Nähe des Hackeschen Markts. Die Geschichte der Hackeschen Höfe reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als der jüdische Unternehmer und Immobilieninvestor Joseph Mendelssohn sie errichten ließ.

Die Höfe wurden zwischen 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Kurt Berndt im Jugendstil-Stil erbaut. Sie waren Teil eines größeren Projekts zur Modernisierung des Viertels um den Hackeschen Markt herum. Die Höfe wurden als Wohn- und Geschäftshäuser konzipiert und beherbergten damals vor allem Handwerksbetriebe, Ateliers, Geschäfte und Gastronomie.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Hackeschen Höfe schwer beschädigt, aber in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut und restauriert. Heute sind die Hackeschen Höfe ein beliebtes Touristenziel in Berlin, bekannt für ihre vielfältige Gastronomie, Modegeschäfte, Kunstgalerien und kulturellen Einrichtungen.

Die Hackeschen Höfe sind nicht nur architektonisch interessant, sondern auch ein wichtiger historischer Ort in Berlin. Sie spiegeln die wechselvolle Geschichte der Stadt wider, von ihrer Blütezeit als kulturelles Zentrum in den 1920er Jahren bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit.

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Berlin: Rosa-Luxemburg-Platz

Bildquelle: Kino Babylon, eigenes Bild

Wir sind am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz, bis 1933 “Bülowplatz” , danach bis Kriegsende “Horst-Wessel-Platz”. Wo ganz früher noch Scheunen an eher friedliche Zeiten erinnerten, tobten zu Anfang der 30er Jahre gewaltsame politische Kämpfe, insbesondere zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Berliner Polizei.

Trauriger Höhepunkt war 1931 die Ermordung zweier Polizeioffiziere durch KPD-Anhänger, einer der Täter war Erich Mielke, der ehemalige Stasi-Chef.

Die KPD hatte hier von 1926 bis zu Hitlers Machtergreifung ihre Parteizentrale, die Partei “Die Linke” (vormals PDS) hat die Immobilie als Nachfolgerin der SED übernommen und residiert hier im Karl-Liebknecht-Haus seit 1990.

Die legendäre “Volksbühne” und das ehemalige Stummfilmkino “Babylon” , in dem Musiker aus dem Orchestergraben heraus auch heute noch Filme musikalisch begleiten können, sind dem Platz treu geblieben.

Blick auf den Rosa-Luxemburg-Platz
Blick auf den Rosa-Luxemburg-Platz
Volksbühne
Volksbühne

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Berlin: Blutmai

Bildquelle: eigenes Werk

Wir sind mitten im ehemaligen Roten Wedding:
Insbesondere, unweit von hier, in der Kösliner Str., einer Hochburg der Kommunisten, tobten im so genannten “Blutmai” 1929 Straßenkämpfe zwischen den Kommunisten unter den Arbeitern und der Berliner Schutzpolizei unter Leitung von Polizeipräsident Zörgiebel.
Die Arbeiter demonstrierten gegen die sehr schlechten Wohn- und Arbeitsbedingungen, aber auch gegen den rechten Terror der NSDAP.
Der Verschärfung des Konflikts zwischen SPD und der KPD hat der “Blutmai” den letzten Rest gegeben.

Übrigens, die Straßenkämpfe rund um den 1. Mai 1929 sind auch Handlungsteil in der Krimiserie “Babylon Berlin” (Staffel 1 / Episode 4).

Zum Gedenken an die 33 Toten der Straßenkämpfe wurde hier an der “Walter-Röber-Brücke” ein Gedenkstein aufgestellt.

Heute erinnert hier in der Kösliner Str. nichts mehr an den “Blutmai”

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Berlin: Bernauer Straße

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-33809-0001 / Quaschinsky, Hans-Günter / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons

Die Bernauer Straße an der Grenze zwischen den Berliner Stadtbezirken Wedding und Mitte war ein Brennpunkt der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Bau der Berliner Mauer und seine Folgen für die Bewohner der geteilten Stadt wurden hier besonders dramatisch erlebt. Die Geschichte dieser Straße zeigt exemplarisch die Auswirkungen des Mauer­baus: die Zerstörung von Stadtraum und Lebenswegen, die Trennung von Familienangehörigen und Freunden. Sie dokumentiert die Versuche, der Diktatur durch Flucht in den Westen zu entkommen oder gegen deren Herrschaftsanspruch Fluchthilfe zu leisten. Der Ort zeigt die herausragende Funktion der Mauer im Herrschaftsgefüge der SED, das Funktionieren des Mauerregimes im Alltag und lässt die tiefe Diskrepanz zwischen Bevölkerung und Staatsführung der DDR unübersehbar zu Tage treten. (stiftung-berliner-mauer.de)

Entlang der Bernauer Str. findet man diese Gedenktafeln, die an tragische Einzelschicksale von Mauerflüchtlingen erinnern.

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Berlin: Konnopke’s Imbiß

Bildquelle: eigenes Werk

Seit 1930 ist der Name “Konnopke” in Berlin eine Institution, wenn es um die Wurst geht.
Zunächst wurde alles von Bockwurst bis Krakauer verkauft, Max und Charlotte Konnopke waren auch mobil unterwegs, um ihre Würste zu verkaufen, ob per Motorrad oder zu Fuß.
Hauptsache der Wurstkessel war immer gut gefüllt und konnte den Hunger und den Appetit so mancher Berliner stillen.

Mit Kriegsbeginn gab es dann erstmal nur Kartoffelpuffer.
Doch die Kartoffelpuffer werden nach dem Krieg ein Renner.
Nun hat Max Konnopke auch 2 feste Standorte in Berlin, hier an der Schönhauser und in Weissensee.
Aber auch auf Wochenmärkten und dem Berliner Weihnachtsmarkt sind die Konnopkes mit von der Partie.

Und ab 1960 gibt es dann die erste Ost-Berliner Currywurst und einen richtigen Verkaufskiosk hier an der Schönhauser.
Für die beliebte Currywurst steht man nun schon morgens Schlange.

Max Konnopke stirbt 1986, aber da hat Tochter Waltraud schon längst das Geschäft der Eltern an der Schönhauser übernommen, Bruder Günter in Weissensee.
Ab 1987 gibt es dann einen Imbißgarten neben dem Kiosk, in dem man nun auch im Sitzen die Currywurst genießen kann.

Mit der Wende ändert sich so einiges: Zusätzlich werden nun auch Pommes und Kaffee verkauft, man muss sich ja nun auch auf veränderte Kundschaft einstellen.
Einzig in Familiensitz bleibt der KIosk an der Schönhauser, der in Weissensee wird 2000 durch Günter Konnopke verkauft.
2010 gibt es dann auch Gewißheit über den Weiterverbleib des Kiosks an dieser Stelle, nachdem Denkmalschutz und der Stadtbezirk grünes Licht gegeben haben.

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