Die RAF und die Schleyer-Entführung in Köln, noch bis heute spürbar.

Bildquelle: youtube.de

“…Es ist 17.28 Uhr, als der Schleyer-Konvoi um die Ecke biegt. Plötzlich muss Fahrer Heinz Marcisz hart auf die Bremse treten: Das Heck des Mercedes, in dem Stoll und Wisniewski sitzen, blockiert die rechte Straßenhälfte, nach links ausweichen kann Marcisz nicht. Auf der Fahrbahn steht der blaue Kinderwagen. Dann geht alles ganz schnell, zum Ort des Geschehens.
Wie von Sinnen entleeren die Terroristen ihre Magazine in Schleyers Wagen und in das zivile Polizeiauto. 119 Schüsse. Marcisz und die drei Personenschützer haben keine Chance. Sie sterben an Ort und Stelle. Den unverletzten Arbeitgeberpräsidenten zerren die Terroristen in den Bulli und rasen mit ihm davon…” (ksta.de)

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Das Geheimtreffen in Köln, Hitlers großer Schritt auf dem Weg zur Macht.

Bildquelle: Von Mabit1 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93163625

“Am Tag danach fliegt das Geheimnis auf: Zeitungen berichten über das konspirative Treffen Adolf Hitlers und Franz von Papens am 4. Januar 1933 in einer Kölner Villa. Beide wollen Kanzler werden – Ausgang offen. Drei Wochen später ist Hitler am Ziel.
Zwei Tage zuvor war es im Stadtteil Lindenthal in Schröders Villa zur ersten Zusammenkunft zweier machtgieriger Männer gekommen, die vor 90 Jahren das Ende der Weimarer Demokratie einläuteten: Adolf Hitler und Ex-Kanzler Franz von Papen.
Papen verhandelte mit Hitler über mögliche Wege zur Ablösung Kurt von Schleichers als Reichskanzler. Das Treffen wurde öffentlich, weil einem Fotografen eine besondere Aufnahme gelang. Sie zeigt, wie Hitler vor der Villa am Stadtwaldgürtel 35 aus dem Auto steigt. Das Foto war am nächsten Tag auf der Titelseite der Berliner “Täglichen Rundschau”…” (sonntagsblatt.de)

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Über das Treffen aus der Sicht von Bankier Kurt Freiherr von Schröder

Gehört den Parisern Köln ? Das Geheimnis um die Kölner Stadtschlüssel.

Bildquelle: HOWI- Horsch, Willy, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

“Wer die Schlüssel besitzt, hat die Macht! Doch gilt das auch für eine ganze Stadt? Ein paar Antworten darauf gibt unsere neue Ausstellung in der POP-UP-BAR. Sie hat den Titel „1794 Cologne Paris“ (5. Mai bis 17. Juni) und handelt von der Geschichte der Kölner Stadtschlüssel. Historiker Mario Kramp ist dafür tief in Fakten sowie Legenden eingedrungen und erzählt vor allem von der Übergabe der Stadtschlüssel an die siegreichen französischen Revolutionstruppen im Jahre 1794. Dabei gab es wieder kölsche Lösungen…” (koelnisches-stadtmuseum.de)

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Karl Küpper, der unangepasste und mutige Kölner Büttenredner

Bildquelle: Von Balham Bongos (Diskussion) - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60032041

“”Alaaf” statt “Heil Hitler”: Karl Küpper war Kölns einziger Karnevalist, der sich unter den Nazis ein Redeverbot einhandelte. 1952 wurde “Dä Verdötschte” erneut geächtet – seine Geschichte ist fast vergessen.

Den Mumm muss man erst mal aufbringen, im Karneval 1937. Rauszugehen auf die Bühne, den ausgestreckten rechten Arm zu heben – und dann nicht “Heil Hitler!” zu rufen, wie es der ganze Saal erwartet, sondern festzustellen: “Nä, nä, su huh litt bei uns dä Dreck em Keller!” (Nein, nein, so hoch liegt bei uns der Dreck im Keller.)…” (spiegel.de)

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Alaaf und “Heil Hitler”, der Kölner Karneval im Dritten Reich.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=ffC_7GUVdk0

“Karneval im Nationalsozialismus soll ein Hort des subversiven Widerstands gewesen sein, heißt es. Ein historischer Film zeigt dagegen, wie grotesk antisemitisch ein Rosenmontagszug sein konnte.
„Dem haben sie auf den Schlips getreten!“ (Däm han se op d’r Schlips getrodde) heißt es höhnisch. Dargestellt ist ein Gesetzesparagraf mit gestiefelten Beinen, der auf eine Krawatte tritt, die am Hals einer grotesk aussehenden Karikatur baumelt. Abbilden soll diese einen Juden. Und „auf den Schlips getreten“ haben ihm die Nationalsozialisten. Der Motivwagen, der in diesem 2014 aufgetauchten Stummfilm zu sehen ist, fuhr nämlich auf dem Kölner Rosenmontagszug 1936 mit…” (welt.de)

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Konrad Adenauer ( 1917 )

Seit Juli 1995 ehrt die Stadt Köln ihren “großen” Sohn Konrad Adenauer mit diesem Bronzedenkmal.
Adenauer hat sich nicht nur um die Bundesrepublik sondern auch um die Domstadt sehr verdient gemacht:

Der am 5. Januar 1876 in Köln Geborene hat nur kurz nach seinem Jurastudíum eine steile Karriere gemacht.
Nachdem er 1906 der katholischen Zentrumspartei beigetreten war und zum Beigeordneten gewählt wurde, war er bereits 1909 Stellvertretender Oberbürgermeister Kölns.
Nicht zuletzt verhalf ihm die Ehe mit seiner ersten Frau den Zugang zu den damals Angesehenen und Mächtigen des Kölner Bürgertums.
Bewährt hatte sich Adenauer während des Ersten Weltkriegs, als er die Nahrungsmittelversorgung in Köln organisierte und auch “Ersatzprodukte” erfand.
1916 starb seine erste Frau mit der er 3 Kinder hatte. 1919 heiratete er seine zweite Frau, mit der er 5 Kinder hatte.

 

Von 1917 bis 1933 war Konrad Adenauer Oberbürgermeister von Köln und verhalf der Domstadt mit fortschrittlichen Ideen und Taten zur “Metropole des Westens”:
Sowohl die forcierte Ansiedlung von Industrie und Infrastruktur, wie Ford-Werke und Rheinhafen, als auch die Umgestaltung des preußischen Festungsrings zum “Grüngürtel” fielen in seine Amtszeit als Oberbürgermeister.
Und vergessen darf man in diesem Zusammenhang auch nicht die Eröffnung der ersten Schnellstraße bzw. Autobahn 1932 zwischen Köln und Bonn.
Auch die Erneuerung von Universität, Musik- und Werkschulen hat Köln Adenauer zu verdanken.
Aber auch außenpolitisch mischte er bereits mit, als er sich für die Bildung eines Rheinischen Bundesstaates einsetzte, um dem Sicherheitsverlangen Frankreichs entgegen zu kommen und damit
eine Annexion des Rheinlandes zu verhindern.
Insbesondere den Rechten schmeckte seine Politik nicht, und so war es nicht verwunderlich, dass die Nazis nach ihrer Machtergreifung, Konrad Adenauer als Oberbürgermeister absetzten.
Während der 12-jährigen NS-Herrschaft zog sich Adenauer auf sein neues Anwesen in Rhöndorf bei Bonn zurück und zählte nach dem gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 zeitweise zum Verschwörerkreis.
Kurzzeitig wurde er sogar in Gestapo-Haft genommen.

Seiner christlich-sozialen Gesinnung blieb Adenauer auch nach dem Krieg treu und war 1948 Präsident des von den Alliierten eingesetzten Parlamentarischen Rats und damit maßgeblich Vater des Grundgesetzes.
Am 15. September 1949 wurde er zum ersten Bundeskanzler gewählt. Außenpolitisch war ihm an einer schnellen Rückerlangung der Souveränität gelegen, die seiner Meinung nach nur mit Westbindung und europäischer Integration gelingen konnte. Auch die Aussöhnung mit Erzfeind “Frankreich” hatte für ihn hohe Priorität.


In der Innenpolitik setzte er auf Soziale Marktwirtschaft: Sozialer Wohnungsbau und die Einführung einer dynamischen Rente fallen in seine Zeit als Kanzler.
Sein Ansehen brachten ihm und seiner Partei, der CDU, bei der Wahl 1957 die absolute Mehrheit.
Doch sich verschärfender Kalter Krieg und nicht zuletzt das Zögern und die fehlende harte Positionierung gegenüber der Sowjetunion nach dem Mauerbau im August 1961 sorgten für das Schwinden seiner Autorität bei Volk und Partei.
Auch der innerparteiliche Druck auf den “Alten” in der CDU, Platz zu machen für einen Nachfolger führten zum Rücktritt von Adenauer am 12. Oktober 1963.
Adenauer starb am 19. April 1967 in Rhöndorf.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk
Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer, Bundesarchiv, B 145 Bild-F015892-0010 / Ludwig Wegmann / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en, via Wikimedia Commons

 

St. Aposteln ( 1021 )

Wenn Sie sich mal kurzfristig vom Einkaufsstress in Köln erholen möchten, bietet St. Aposteln dafür die Beste Gelegenheit.
In St. Aposteln kann man dem Großstadtlärm auf herrliche Art und Weise entfliehen und sich der Faszination dieser über 1000-jährigen Kirche hingeben.
1021 soll Erzbischof Pilgrim hier einen Kanonikerstift zu Ehren der 12 Aposteln gegründet haben.
Pilgrim ist im Westchor der Kirche begraben.

Wussten Sie, dass St. Aposteln seinen Altar bis Ende des 12. Jahrhunderts im Westchor, statt wie bei christlichen Kirchen üblich im Ostchor, hatte ?
Vorbild war nämlich die Peterskirche in Rom, die auch noch heute nach Westen ausgerichtet ist.
Aber ab 1200, nachdem ein Brand große Teile der Kirche zerstörte, wurde mit Bau des großen Ostchores nun auch die Ausrichtung gändert.
Und das war noch nicht alles: Der Ostchor wurde als “Dreikonchenchor” errichtet.
Entgegen den üblichen Anordnungen von Langhaus und Querhaus als Kreuz, wurden um den Chor herum 3 halbkreisförmige Raumteile gesetzt, die in ihrer Gesamtanordnung ein Kleeblatt ergeben,
daher auch der Begriff “Kleeblattchor”.

Nachdem Napoleon 1802 die Aufhebung des Apostel-Stifts verfügte, wurde in der Folge das Stiftsgebäude abgerissen.
Schwere Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erforderten den Wiederaufbau und die Neugestaltung des Innenraums.

 


Leider sind in der Wand- und Deckengestaltung heute kaum noch Erinnerungen an frühere Zeiten vorhanden: Es wurden mit wenig unterschiedlicher Farbe, dafür aber kräftiger und klarer Farb- und Formgebung Kriegsschäden beseitigt und St. Aposteln damit im Innern ein zeitgemäßes Aussehen verliehen.

Sehenswert ist auch der Marienaltar,der um 1500 erschaffen wurde.
Die zwölf rechts und links der Madonna angebrachten Halbplastiken wurden erst 1994 erschaffen.
Die so genannten 14 “Nothelfer” oder besser bekannt als “Schutzpatrone” von A wie “Achatius” bis V wie “Vitus” stammen aus der ehemaligen “Nothelferkapelle” und befinden sich verteilt als Skulpturen im Innenraum von St. Aposteln.
Auch der Vierungsaltar mit dem strahlenförmigen Baldachin, unter dem eine Taube den Tabernakel hält, ist eindrucksvoll.
Aus dem Jahre 1330 stammen die 12 holzgeschnitzten Figuren, die sich hinter dem Altar befinden und die die heiligen Apostel verehren.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk
eigenes Werk
eigenes Werk
eigenes Werk

 

Konrad Adenauer

"Es war einmal in Köln...", die Köln App

Seit Juli 1995 ehrt die Stadt Köln ihren “großen” Sohn Konrad Adenauer mit diesem Bronzedenkmal.
Adenauer hat sich nicht nur um die Bundesrepublik sondern auch um die Domstadt sehr verdient gemacht :

Der am 5. januar 1876 in Köln Geborene hat nur kurz nach seinem Jurastudíum eine steile Karriere gemacht.
Nachdem er 1906 der katholischen Zentrumspartei beigetreten war und zum Beigeordneten gewählt wurde, war er bereits 1909 Stellvertretender Oberbürgermeister Kölns.
Nicht zuletzt verhalf ihm die Ehe mit seiner ersten Frau den Zugang zu den damals Angesehenen und Mächtigen des Kölner Bürgertums.
Bewährt hatte sich Adenauer während des Ersten Weltkriegs, als er die Nahrungsmittelversorgung in Köln organisierte und auch “Ersatzprodukte” erfand.
1916 starb seine erste Frau mit der er 3 Kinder hatte. 1919 heiratete er seine zweite Frau, mit der er 5 Kinder hatte.

 

Von 1917 bis 1933 war Konrad Adenauer Oberbürgermeister von Köln und verhalf der Domstadt mit fortschrittlichen Ideen und Taten zur “Metropole des Westens”:
Sowohl die forcierte Ansiedlung von Industrie und Infrastruktur, wie Ford-Werke und Rheinhafen, als auch die Umgestaltung des preußischen Festungsrings zum “Grüngürtel” fielen in seine Amtszeit als Oberbürgermeister.
Und vergessen darf man in diesem Zusammenhang auch nicht die Eröffnung der ersten Schnellstraße bzw. Autobahn 1932 zwischen Köln und Bonn.
Auch die Erneuerung von Universität, Musik- und Werkschulen hat Köln Adenauer zu verdanken.
Aber auch außenpolitisch mischte er bereits mit, als er sich für die Bildung eines Rheinischen Bundesstaates einsetzte, um dem Sicherheitsverlangen Frankreichs entgegen zu kommen und damit
eine Annexion des Rheinlandes zu verhindern.
Insbesondere den Rechten schmeckte seine Politik nicht, und so war es nicht verwunderlich, dass die Nazis nach ihrer Machtergreifung, Konrad Adenauer als Oberbürgermeister absetzten.
Während der 12-jährigen NS-Herrschaft zog sich Adenauer auf sein neues Anwesen in Rhöndorf bei Bonn zurück und zählte nach dem gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 zeitweise zum Verschwörerkreis.
Kurzzeitig wurde er sogar in Gestapo-Haft genommen.

Seiner christlich-sozialen Gesinnung blieb Adenauer auch nach dem Krieg treu und war 1948 Präsident des von den Alliierten eingesetzten Parlamentarischen Rats und damit maßgeblich Vater des Grundgesetzes.
Am 15. September 1949 wurde er zum ersten Bundeskanzler gewählt. Außenpolitisch war ihm an einer schnellen Rückerlangung der Souveränität gelegen, die seiner Meinung nach nur mit Westbindung und europäischer Integration
gelingen konnte. Auch die Aussöhnung mit Erzfeind “Frankreich” hatte für ihn hohe Priorität.


In der Innenpolitik setzte er auf Soziale Marktwirtschaft: Sozialer Wohnungsbau und die Einführung einer dynamischen Rente fallen in seine Zeit als Kanzler.
Sein Ansehen brachten ihm und seiner Partei, der CDU, bei der Wahl 1957 die absolute Mehrheit.
Doch sich verschärfender Kalter Krieg und nicht zuletzt das Zögern und die fehlende harte Positionierung gegenüber der Sowjetunion nach dem Mauerbau im August 1961 sorgten für das Schwinden seiner Autorität bei Volk und Partei.
Auch der innerparteiliche Druck auf den “Alten” in der CDU, Platz zu machen für einen Nachfolger führten zum Rücktritt von Adenauer am 12. Oktober 1963.
Adenauer starb am 19. April 1967 in Rhöndorf.

Fast “reinfallen” können wir in St. Aposteln, eine der romanischen Kirchen Kölns gleich hier neben dem Adenauer-Denkmal. Zu “normalen” Zeiten hat die Kirche auch geöffnet, also falls auf ist, sollten wir hineingehen. Es lohnt sich ! Wenn angekommen, bitte > rechts unten klicken.

Jederzeit können Sie an einem anderen Ort die “Kleine Tour” starten oder fortführen ohne irgendeine Sehenswürdigkeit zu verpassen. Falls Sie anschließend unsere “Große Tour” starten wollen, begeben Sie sich dann bitte immer zur Pfaffenpforte, dem Ausgangspunkt für die “Große Tour”.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk
Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer, Bundesarchiv, B 145 Bild-F015892-0010 / Ludwig Wegmann / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en, via Wikimedia Commons

 

St. Aposteln

"Es war einmal in Köln...", die Köln App

Wenn Sie sich mal kurzfristig vom Einkaufsstress in Köln erholen möchten, bietet St. Aposteln dafür die Beste Gelegenheit.
In St. Aposteln kann man dem Großstadtlärm auf herrliche Art und Weise entfliehen und sich der Faszination dieser über 1000-jährigen Kirche hingeben.
1021 soll Erzbischof Pilgrim hier einen Kanonikerstift zu Ehren der 12 Aposteln gegründet haben.
Pilgrim ist im Westchor der Kirche begraben.

Wussten Sie, dass St. Aposteln seinen Altar bis Ende des 12. Jahrhunderts im Westchor, statt wie bei christlichen Kirchen üblich im Ostchor, hatte ?
Vorbild war nämlich die Peterskirche in Rom, die auch noch heute nach Westen ausgerichtet ist.
Aber ab 1200, nachdem ein Brand große Teile der Kirche zerstörte, wurde mit Bau des großen Ostchores nun auch die Ausrichtung gändert.
Und das war noch nicht alles: Der Ostchor wurde als “Dreikonchenchor” errichtet.
Entgegen den üblichen Anordnungen von Langhaus und Querhaus als Kreuz, wurden um den Chor herum 3 halbkreisförmige Raumteile gesetzt, die in ihrer Gesamtanordnung ein Kleeblatt ergeben,
daher auch der Begriff “Kleeblattchor”.

 

Nachdem Napoleon 1802 die Aufhebung des Apostel-Stifts verfügte, wurde in der Folge das Stiftsgebäude abgerissen.
Schwere Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erforderten den Wiederaufbau und die Neugestaltung des Innenraums.


Leider sind in der Wand- und Deckengestaltung heute kaum noch Erinnerungen an frühere Zeiten vorhanden: Es wurden mit wenig unterschiedlicher Farbe, dafür aber kräftiger und klarer Farb- und Formgebung Kriegsschäden beseitigt und St. Aposteln damit im Innern ein zeitgemäßes Aussehen verliehen.

Sehenswert ist auch der Marienaltar,der um 1500 erschaffen wurde.
Die zwölf rechts und links der Madonna angebrachten Halbplastiken wurden erst 1994 erschaffen.
Die so genannten 14 “Nothelfer” oder besser bekannt als “Schutzpatrone” von A wie “Achatius” bis V wie “Vitus” stammen aus der ehemaligen “Nothelferkapelle” und befinden sich verteilt als Skulpturen im Innenraum von St. Aposteln.
Auch der Vierungsaltar mit dem strahlenförmigen Baldachin, unter dem eine Taube den Tabernakel hält, ist eindrucksvoll.
Aus dem Jahre 1330 stammen die 12 holzgeschnitzten Figuren, die sich hinter dem Altar befinden und die die heiligen Apostel verehren.

Ein paar Schritte noch und dann sind wir am Neumarkt. Den Meisten zumeist vom Shoppen bekannt,
kann der Neumarkt doch sehr viel Historisches bieten. Seien Sie gespannt und lassen Sie uns dorthin gehen. Bei Ankunft bitte > rechts unten klicken.

Jederzeit können Sie an einem anderen Ort die “Kleine Tour” starten oder fortführen ohne irgendeine Sehenswürdigkeit zu verpassen. Falls Sie anschließend unsere “Große Tour” starten wollen, begeben Sie sich dann bitte immer zur Pfaffenpforte, dem Ausgangspunkt für die “Große Tour”.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk
eigenes Werk
eigenes Werk
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Kölner Zoo ( 1860 )

Stolz kann der Kölner Zoo von sich behaupten, der drittälteste und 2019 meistbesuchte Zoo in Deutschland zu sein.
Auf ca. 20 ha kann man insgesamt 700 Tierarten bestaunen.

Naturforscher Caspar Garthe hatte 1858 die Idee, im Kölner Staddteil Riehl einen Zoo zu etablieren und gründete zusammen mit anderen Mitstreitern eigens dafür eine Aktiengesellschaft.
Und seit 1860 gibt es den Kölner Zoo, der in den ersten Jahren zunächst auf Affen, Dromedare, Raubkatzen und andere exotische Säugetiere setzte.
Ein Beispiel erster Tiergehege ist das Giraffen- und Antiliopenhaus, das im orientalischen Stil errichtet wurde.

Auch Seelöwenfelsen und Vogelhaus sind steinerne Zeugen der Anfangsjahre des Kölner Zoos.
Schon bald musste sich der Kölner Zoo erweitern.
Wie in vielen anderen Zoos in Deutschland fanden bis 1932 auch so genannte “Völkerschauen”statt, während derer Bewohner “exotischer Völker” im Rahmen eines “Menschenzoos” zur Schau gestellt wurden.

 

Die schwersten Zeiten für den Zoo waren die zwischen den beiden Weltkriegen:
Hatte der Kölner Zoo zunächst nach dem Ersten Weltkrieg mit Futtermangel und sich verschärfender Verschuldung zu tun, war es am Ende des Zweiten Weltkriegs die massive Zerstörung der Anlage.
Nur das Elefantenhaus überstand die Bombardierungen.

Bereits 1947 öffente der Zoo wieder seine Pforten. Neben neuen Bauten mit einfacher und gestalterischer Funktionalität, z.B. durch den Einsatz von Sichtbeton, wurden zerstörte Gebäude
wie das Vogelhaus und das Seelöwenbecken im alten Stil wieder hergestellt und renoviert.
Nachdem Bauvorhaben auf Grund knapper Finanzen teilweise gestoppt wurden, machte es sich der Förderverein „Freunde des Kölner Zoos e. V.“ ab 1982 zur Aufgabe,
notwendige Gelder bei Sponsoren und Zooliebhabern einzusammeln.
Dies half dem Kölner Zoo wieder schnell auf die Beine, und so konnten nun auch größere Bauprojekte mit dem Ziel von artgerechter und naturnaher Haltung verwirklicht werden.
Das 1985 eröffnete Urwaldhaus für Menschenaffen ist existierender Beweis.
Mehr und mehr nahm man seit den 90-er Jahren Abstand von der Käfighaltung hin zu wesentlich mehr Lebensfreiheit für die Tiere.

Desweiteren wurde und wird der Zoo weiterhin als Erlebniswelt für Groß und Klein gestaltet, in der die Besucher sich auch mehr den Tieren, soweit möglich, nähern können.
Zusätzlich sollen mit so genannten “tiergeografischen” Zonen die natürlichen Lebensräume der Tiere nachgebildet werden.
Dabei bezieht man sich in der Gestaltung und unter Beibehaltung des Baumbestands und der historischen Gebäude auf die Flora und Fauna der Kontinente.
Beispiele für solch gelungene Erlebniswelten sind das 2012 als begehbarer Regenwald fertiggestellte Südamerikahaus oder der Clemenshof, auf dem verschiedenste regionale Nutztiere ihr zu Hause gefunden haben,
so auch FC-Maskottchen “Hennes”.

Der Kölner Zoo beteiligt sich u.a. an Erhaltungszuchten für vom Aussterben bedrohter Tiere, an Regenwaldschutzprojekten und unterstützt Vorhaben gegen Wilderei in Afrika.
Ab 50 Euro können Sie Tierpate des Kölner Zoos werden.
Übrigens: Ein Riesenspass für Jung und Alt ist der “Zoo-Express” mit dem man zwischen Dom und Zoo pendeln kann.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk
Antilopenhaus, Doppelklecks, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons
Hippodom, Doppelklecks, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

 

Kölner Zoo

"Es war einmal in Köln...", die Köln App

Stolz kann der Kölner Zoo von sich behaupten, der drittälteste und 2019 meistbesuchte Zoo in Deutschland zu sein.
Auf ca. 20 ha kann man insgesamt 700 Tierarten bestaunen.

Naturforscher Caspar Garthe hatte 1858 die Idee, im Kölner Staddteil Riehl einen Zoo zu etablieren und gründete zusammen mit anderen Mitstreitern eigens dafür eine Aktiengesellschaft.
Und seit 1860 gibt es den Kölner Zoo, der in den ersten Jahren zunächst auf Affen, Dromedare, Raubkatzen und andere exotische Säugetiere setzte.
Ein Beispiel erster Tiergehege ist das Giraffen- und Antiliopenhaus, das im orientalischen Stil errichtet wurde.

 

Auch Seelöwenfelsen und Vogelhaus sind steinerne Zeugen der Anfangsjahre des Kölner Zoos.
Schon bald musste sich der Kölner Zoo erweitern.
Wie in vielen anderen Zoos in Deutschland fanden bis 1932 auch so genannte “Völkerschauen”statt, während derer Bewohner “exotischer Völker” im Rahmen eines “Menschenzoos” zur Schau gestellt wurden.

Die schwersten Zeiten für den Zoo waren die zwischen den beiden Weltkriegen:
Hatte der Kölner Zoo zunächst nach dem Ersten Weltkrieg mit Futtermangel und sich verschärfender Verschuldung zu tun, war es am Ende des Zweiten Weltkriegs die massive Zerstörung der Anlage.
Nur das Elefantenhaus überstand die Bombardierungen.

Bereits 1947 öffente der Zoo wieder seine Pforten. Neben neuen Bauten mit einfacher und gestalterischer Funktionalität, z.B. durch den Einsatz von Sichtbeton, wurden zerstörte Gebäude
wie das Vogelhaus und das Seelöwenbecken im alten Stil wieder hergestellt und renoviert.
Nachdem Bauvorhaben auf Grund knapper Finanzen teilweise gestoppt wurden, machte es sich der Förderverein „Freunde des Kölner Zoos e. V.“ ab 1982 zur Aufgabe,
notwendige Gelder bei Sponsoren und Zooliebhabern einzusammeln.
Dies half dem Kölner Zoo wieder schnell auf die Beine, und so konnten nun auch größere Bauprojekte mit dem Ziel von artgerechter und naturnaher Haltung verwirklicht werden.
Das 1985 eröffnete Urwaldhaus für Menschenaffen ist existierender Beweis.
Mehr und mehr nahm man seit den 90-er Jahren Abstand von der Käfighaltung hin zu wesentlich mehr Lebensfreiheit für die Tiere.

Desweiteren wurde und wird der Zoo weiterhin als Erlebniswelt für Groß und Klein gestaltet, in der die Besucher sich auch mehr den Tieren, soweit möglich, nähern können.
Zusätzlich sollen mit so genannten “tiergeografischen” Zonen die natürlichen Lebensräume der Tiere nachgebildet werden.
Dabei bezieht man sich in der Gestaltung und unter Beibehaltung des Baumbestands und der historischen Gebäude auf die Flora und Fauna der Kontinente.
Beispiele für solch gelungene Erlebniswelten sind das 2012 als begehbarer Regenwald fertiggestellte Südamerikahaus oder der Clemenshof, auf dem verschiedenste regionale Nutztiere ihr zu Hause gefunden haben,
so auch FC-Maskottchen “Hennes”.

Der Kölner Zoo beteiligt sich u.a. an Erhaltungszuchten für vom Aussterben bedrohter Tiere, an Regenwaldschutzprojekten und unterstützt Vorhaben gegen Wilderei in Afrika.
Ab 50 Euro können Sie Tierpate des Kölner Zoos werden.
Übrigens: Ein Riesenspass für Jung und Alt ist der “Zoo-Express” mit dem man zwischen Dom und Zoo pendeln kann.

Das war es dann nun auch “schon” mit unserer Großen Tour durch Köln. Wir hoffen, dass es Ihnen einen Riesenspaß mit uns gemacht hat und würden uns freuen, wenn Sie demnächst bald wieder mit unserer App unterwegs sind. Schauen Sie immer mal wieder bei uns vorbei und entdecken Sie vielleicht neue Sehenswürdigkeiten, die wir in unser Programm aufgenommen haben. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterempfehlen würden und uns auch Ihre Kritik zukommen lassen. Natürlich begleiten wir Sie auch jetzt gleich wieder zurück an unseren Ausgangspunkt, der Pfaffenpforte. Sie können natürlich auch den “Zoo-Express”, den wir Ihnen bereits oben vorgestellt haben, Richtung Dom nutzen. Wir wünschen Ihnen Alles Gute und falls Sie als Tourist in Köln sind, noch schöne Tage in dieser tollen Domstadt, Auf Wiedersehen !

Und als Dankeschön für unsere Große Tour oder wenn Sie Lust haben, für einen guten Zweck in Köln zu spenden, können Sie hier Ihr Herzensprojekt unterstützen, Vielen Dank !:

Jederzeit können Sie an einem anderen Ort die “Große Tour” starten oder fortführen ohne irgendeine Sehenswürdigkeit zu verpassen. Offizieller Startpunkt ist die Pfaffenpforte in der Nähe des Doms.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: Doppelklecks, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Antilopenhaus, Doppelklecks, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons
Hippodom, Doppelklecks, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

 

Ulrepforte

"Es war einmal in Köln...", die Köln App

“Ülepooz”, so nennen die Kölner lievevoll ihre Ulrepforte .
Im Mittelalter war sie eines der kleinsten Stadttore, war sie doch an keiner großen Straße nach außen angebunden.
Oft gingen durch sie die Töpfer ein und aus, um vor den Toren der Stadt ihr doch zur damaligen Zeit eher gefährliches Handwerk auszuüben.
Wahrscheinlich hat die Ulrepforte vom mittelalterlichen Begriff “Ulner” für Töpfer ihren Namen bekommen.


Seit 1245 soll die Ulrepforte wohl hier stehen und bereits 1268 Schauplatz des siegreichen Kampfes der Kölner Overstolzen gegen Erzbischof Engelbert II. und das Geschlecht der “Weise” gewesen sein.
Mitte des 15. jahrhunderts soll dann für die Kartäuser eine Mühle entstanden sein, die Ulrepforte verlor also ihre Funktion als Stadttor.
Nach Abriss der Stadtmauer Ende des 19. Jahrhunderts zog hier ein Lokal ein und seit 1907 ist die Ulrepforte im Besitz der Stadt Köln. Im Zweiten Weltkrieg sollen hier die Menschen Schutz vor den Bombenangriffen gesucht haben.

 


Die “Roten Funken”, der älteste Traditionskorps des Kölner Karnevals, haben hier seit 1955 ihr Domizil und sind so alt wie der seit 1823 offiziell begangene Kölner Karneval.

Noch anschaulicher wird die Geschichte der Ulrepforte in diesem Video erzählt:

Einer ganz bekannten Persönlichkeit Kölns wollen wir jetzt einen Besuch abstatten: Theophanu, die Frau von Kaiser Otto II., in St. Pantaleon ist sie begraben. Dort angekommen bitte wieder > rechts unten klicken.

Jederzeit können Sie an einem anderen Ort die “Große Tour” starten oder fortführen ohne irgendeine Sehenswürdigkeit zu verpassen. Offizieller Startpunkt ist die Pfaffenpforte in der Nähe des Doms.

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk

 

Ulrepforte ( 1268 )

“Ülepooz”, so nennen die Kölner lievevoll ihre Ulrepforte.
Im Mittelalter war sie eines der kleinsten Stadttore, war sie doch an keiner großen Straße nach außen angebunden.
Oft gingen durch sie die Töpfer ein und aus, um vor den Toren der Stadt ihr doch zur damaligen Zeit eher gefährliches Handwerk auszuüben.
Wahrscheinlich hat die Ulrepforte vom mittelalterlichen Begriff “Ulner” für Töpfer ihren Namen bekommen.


Seit 1245 soll die Ulrepforte wohl hier stehen und bereits 1268 Schauplatz des siegreichen Kampfes der Kölner Overstolzen gegen Erzbischof Engelbert II. und das Geschlecht der “Weise” gewesen sein.
Mitte des 15. jahrhunderts soll dann für die Kartäuser eine Mühle entstanden sein, die Ulrepforte verlor also ihre Funktion als Stadttor.

 


Nach Abriss der Stadtmauer Ende des 19. Jahrhunderts zog hier ein Lokal ein und seit 1907 ist die Ulrepforte im Besitz der Stadt Köln. Im Zweiten Weltkrieg sollen hier die Menschen Schutz vor den Bombenangriffen gesucht haben.


Die “Roten Funken”, der älteste Traditionskorps des Kölner Karnevals, haben hier seit 1955 ihr Domizil und sind so alt wie der seit 1823 offiziell begangene Kölner Karneval.

Noch anschaulicher wird die Geschichte der Ulrepforte in diesem Video erzählt:

Bildquellen in der Reihenfolge:
Bildquelle oben: eigenes Werk